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Autorinnen und Autoren im Netz

Kategorie: Schreiben als Handwerk

Woher kommt das Wort Prolog und was bedeutet es?

Egal ob man Leser ist oder selbst Romane verfasst, stößt man immer mal wieder auf den Prolog. Das bedeutet, dass es Autoren gibt, die nicht sofort mit der Handlung beginnen, während einige Autoren gleich mit ihrer Geschichte starten.

Im Grunde wissen wir ja eigentlich alle, worum es sich bei diesem Teil des Schreibens handelt. Aber woher stammt das Wort? Wie ist es definiert?

Also hab ich mich mal ein wenig kundig gemacht und Folgendes recherchiert um es so gut wie möglich zusammenzufassen.

 

Die Herkunft des Wortes

Dieses Wort wird bereits seit mehreren Jahrtausenden genutzt, wobei es seinen Ursprung im griechischen hat und in der westlichen Sprachkultur angepasst wurde. Unten führe ich mal die Entwicklung des Wortes vom griechischen Ursprung ins Mittelhochdeutsche auf (kleine Anmerkung am Rande soll sein, dass Griechisch und Latein die deutsche Sprache stark prägten)

in Mittelhochdeutsch     prologe

in Latein                        prologus

in Griechisch                 prólogos

Das Wort prólogos an sich besteht aus zwei Wörtern, die dem griechischen entstammen:

pro -> vor

logos -> Wort

 

Kurze Erläuterung

Bei der Recherche sind mir auch die Synonyme für diesen Begriff aufgefallen, wovon vor allem die im literarischen Bereich ins Auge fallen. Anschließend führe ich jene Ausführungen auf, die vor allem beim Schreiben von Bedeutung sind:

  1. Beginn
  2. Anfang
  3. Einleitung

All das zuvor Erwähnte, ist natürlich unheimlich trocken und zeigt nur im Groben worum es sich bei diesem Wort handelt. Im weiteren Verlauf möchte ich noch ein wenig intensiver darauf eingehen und hoffe, dass es verständlich ist.

Der Prolog ist die Vorgeschichte einer Erzählung oder eines literarischen Werkes und dient oft der Erläuterung der Intention des Folgenden.

Allerdings ist zu beachten, dass man diesen Beginn nicht mit einem Vorwort verwechselt, welches eine Bemerkung des Autoren ist. Es gehört nicht direkt zur Erzählung, obwohl ein eindeutiger Zusammenhang besteht.

Die Einleitung kann mit dem folgenden Schriftstück verbunden oder auch vollkommen gelöst davon sein.

Hin und wieder nutzt der Autor die Einführung in sein Werk die Form eines Gespräches oder eines Monologes. Manchmal wird der Prolog auch für Dinge oder Umstände genutzt, die nicht in die Handlung passen. Meist sind es Hintergründe oder zwischenmenschliche Beziehungen, die darin ihren Platz finden.

Bei den vorhergehenden Varianten ist es möglich, dass die Erzählform eine vollkommen andere ist als in der Handlung.

Einen Prolog kann man erst so nennen, wenn dieser von dem Autor selbst verfasst worden ist.

 

Fazit

Mein Fazit zu diesem Thema ist, dass sich mir der ein oder andere Prolog eines Buches erklärt hat. So kann ich in Zukunft bei Büchern weitaus ruhiger angehen und mich auf das freuen was kommt.

Kleine Einführung in die Erzählperspektiven

Jeder der schreibt oder es zumindest vor hat, steht den verschiedenen Erzählperspektiven gegenüber. Insofern man schreibt, hat man bereits eine dieser Standpunkte bereits gewählt ohne es bewusst wahrzunehmen. In diesem Moment ist man sich noch nicht mal bewusst, welche man eigentlich benutzt.

Um ein wenig weiterhelfen zu können, möchte ich hier im groben mal eine kleine Einführung geben.

Als Erzählperspektive ist die Sicht aus der eine Geschichte oder ein Roman erzählt wird. Hierunter fallen vier verschiedene Perspektiven, die eigentlich jeder Autor nutzt. Meist bevorzugt der Schreibende eine davon. Diese Sichtweisen nennen sich

  1. der auktoriale Erzähler
    Diese Erzählform wird auch allwissend genannt. Dies hat den Hintergrund, dass diesem Erzähler alle Fakten für die Handlung vorliegen. Er hat Einsicht in alle Gedanken, Gefühle, Meinungen und Zusammenhänge und somit auch was die Figuren miteinander verbindet.
    Mit all dem Aufgezählten ist es dem Erzähler möglich sich in Raum und Zeit bewegen. Das hat den Vorteil, dass der Leser über alles informiert ist.
  2. der personale Erzähler
    Dieser Erzählertyp ist nicht direkt an der Handlung beteiligt und berichtet nur aus der Perspektive einer einzelnen Person. So erfährt der Leser nur das was der Protagonist fühlt und denkt. Alle anderen Informationen, die für die Geschichte wichtig sind, erfährt der Lesende nur, wenn diese der Hauptfigur zugetragen werden.
    Wechselt der Erzähler die Perspektive, werden so nur die Erlebnisse der anderen Person wiedergegeben. Ein solcher Wechsel wird als Multiperspektive bezeichnet.
    Es ist wie durch eine Kamera zu blicken, die die Hintergründe nicht vermittelt.
  3. der neutrale Erzähler
    Hier gibt es weder einen Einblick in Gedanken, Gefühle der Personen, keine Kommentare oder Wertungen was die Handlung betrifft. Das betrifft auch die Dialoge in denen auch nicht wiedergegeben wird, was in der Person vorgeht.
    Der Leser muss sich alles durch die geschilderten Vorgänge ableiten. Was damit zu tun hat, dass sich die Geschichte aus Dialogen oder Monologen zusammensetzt.
  4. die Ich-Perspektive
    Bei dieser Form der Erzählung wird nur aus der Sicht einer Person das Geschehen berichtet. Es ist eine begrenzte Form des Erzählens, da der Leser nur das erlebt, was auch der Berichtende erlebt. Natürlich zieht das alles auch stark in den Bann, weil der Protagonist persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Geheimnisse teilt.

 

Hinzu kommen noch weitere Erzählmöglichkeiten, die man ebenso in Erzählungen findet. Diese sind

 

  1. die wechselnde Perspektive
  2. die beobachtende Perspektive
  3. die Multiperspektive
  4. die innere und äußere Wahrnehmung

Die beschriebenen Perspektiven sind jedoch nicht dem Autoren gleichzusetzen. Es handelt sich lediglich um die Stimme, die die Ereignisse veranschaulicht. Sie zeigen also was in den einzelnen Szenen geschieht und wie sich die Charaktere entwickeln.

Ebenso spielen die unterschiedlichen Sichtweisen mit unklaren Standpunkten und geben so auch häufig widersprüchliche Erzählstandorte wider.

So sind das Einordnen und das Festhalten einer Perspektive nur teilweise möglich. Hierfür jedoch sind Verständnishilfen wie Abstraktionen hilfreich.

Zu erwähnen wären auch die Sichtweisen nach Stanzel und Genette, die ich zusammenfassend im folgenden beschreiben möchte.

Die Erzählperspektive nach Stanzel

Diese Perspektive ist ein verbreitetes Schema. Typisch dem Modell der Erzählsituationen was vor allem den Unterschied zwischen Innen- und Außenperspektive beleuchtet. Hier wird ins Auge genommen, ob der Erzähler mit der Figur identisch ist und ob diese in Erscheinung tritt.

Ebenso wird zwischen Erzähler und reflektor Figur (Hauptfigur) unterschieden.

Die Erzählperspektive bei Genette

Hier wird zwischen zwei Modi unterschieden. Diese sind der Modus (Wer sieht) und der Stimme (Wer spricht).

Im Modus gibt es die Distanz und die Fokusierung, wobei beide Ausdrücke etwas ganz unterschiedliches bedeuten.

Bei der Distanz wird die Art der Rede abgeleitet, während die Fokusierung im Modus bezeichnet wer was weiß.

Also kann nach Genette der Erzähler in der Geschichte vorkommen.

Während die Perspektiven des Erzählers für mich verständlich sind, sind die Varianten von Stanzel und Genette für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

In meinen Augen ist es jedoch wichtig zu erwähnen, dass jeder für sich und seine Handlung den eigenen Weg findet um diese zu Papier bzw. in einer digitalen Form zu bringen.

Der Wahn einen Krimi zu schreiben

Einen Krimi schreiben – wer bitte kommt denn auf so eine abgefahrene Idee? Ich zum Beispiel. Streng von außen betrachtet, bringe ich gar keine Voraussetzungen mit, einen Krimi schreiben zu können – doch ich möchte das.

Krimis haben mich schon mein Leben lang beschäftigt. Ich habe diese Lektüre verschlungen. Groschenromane, waren billig und als Schüler mit damals sehr geringen Taschengeld, versuchte ich nicht nur an die Dinger ranzukommen, sondern nach der Lektüre diese auch wieder weiterzuverkaufen. Flohmärkte sei Dank.

Diese Krimis rissen mich in den Bann, in einen Strudel und meine Eltern waren damals “not amused” zu sehen, wie ich an den Dingern hing.
Scotland Yard 333, London 999, John Cameron und nicht zu vergessen Jerry Cotton. Später las ich Bücher und stieß auf die Heyne Serien rot und blau. Da waren tolle Romane dabei.

Erst viel später fand ich zu Büchern von Edgar Allen Poe und Sir Arthur Conan Doyle mit seinem berühmten Sherlock Holmes Holmes, um nur einige zu nennen.

Dennoch frage ich mich, ist es also vermessen, heute 40 Jahre später, zu behaupten ich könne einen Krimi schreiben.

Genau das habe ich mir vorgenommen. Ich konnte zu diesem Moment noch nicht abschätzen, was das für mich bedeutete und welche Auswirkungen diese Entscheidung für mich hatte.

Auf diesen Seiten möchte ich meine Erfahrungen mit dem Projekt “einen Krimi schreiben”, posten.

Dabei werde ich alle Aspekte des Schreibens durchgehen. Von der Idee bis zur Veröffentlichung.

Einige Passagen gibt es natürlich hier zu lesen.

Sei gespannt!

Andre

MindMap – Wobei handelt es sich bei diesem Begriff?

Bestimmt ist jeder Autor, ob Vollblut-Autor oder auch nur Hobbyautor, über den Begriff MindMap gestolpert. Aber was genau bedeutet dieser Begriff eigentlich und was beinhaltet dieser?

Im Folgenden eine kleine Erläuterung zur MindMap.

Die MindMap dient im Großen und Ganzen zur Visualisierung bzw. zum sichtbar machen von eigenen Gedanken. Zudem ist es eine Form der Anregung der eigenen Kreativität. D. h., dass diese Übersicht sehr individuell aussehen kann.

Diese Form von Strukturierung kann in jedem Bereich angewendet werden, sodass die Strukturierung bei einem meist selbstgewählten Thema recht hilfreich ist. So prägen sich Inhalte gut ein und können leicht im Gedächtnis abgespeichert werden.

In folgenden Bereichen kann die MindMap angewendet werden:

  • für Ideensammlungen und Brainstorming

  • für die Strukturierung von Sachtexten

  • bei Entwürfen von Vorträgen

  • bei Protokollen

  • für die Planung und Organisation

  • für das Lernen und die Prüfungsvorbereitung

Die Erstellung einer MindMap

Bei der Erstellung ist zu erwähnen, dass das eigentliche Thema in der Mitte eines unlinierten Blattes notiert wird. Unterthemen hierzu werden um den zentralen Punkt notiert und mit sogenannten Ästen mit diesem verbunden.

Ein Beispiel für eine MindMap findet man u. a. unter der Quelle: https://www.mindmapping.com/de/mind-map.php

Meine Erfahrung mit MindMaps

Ich selbst nutze MindMaps nur, in wenigen Fällen. Doch in den wenigen Fällen, in denen ich diese nutzte, hat mir diese Variante geholfen weiterzukommen.

So ist mein Tipp diese Möglichkeit einfach mal auszuprobieren um zu sehen, ob diese hilft.

Was bedeutet Protagonist?

Der Protagonist begleitet den Autoren und den Leser während des Schreibens und dem Lesen einer Geschichte, einem Roman oder einer Novelle.

Er ist die zentrale Figur der o. g. Formen und führt durch die Handlung und sieht sich währenddessen den verschiedensten Komplikationen und Hindernissen gegenüber, die er in irgendeiner Art überwinden muss.

Diese Komplikationen werden dem Begriff Antagonist untergeordnet. Dieser kann eine Person, eine Landschaft oder eine Emotion sein.

Doch hier geht es erstmal um die Begriffserklärung des Protagonisten.

Worterläuterung Protagonist

Das Wort Protagonist kommt aus dem griechischen und bedeutet in etwa „Erst-“ oder „Haupthandelnder“. Es setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen, diese sind und können wie folgt übersetzt werden:

„protos“ – „der Erste“

„ágo“ – „bewegen, führen oder handeln“

Erläuterung

Der Protagonist ist der Held eines Werkes und ist die führende Person in Erzählungen oder Schauspielen.

Der Begriff an sich geht auf das Theater in der Antike zurück, wo der Darsteller die erste Rolle des Schauspiels war. Heutzutage ist diese Rolle nicht mehr nur auf das Theater beschränkt.

Der Protagonist findet sich mittlerweile in allen erzählenden Sparten wieder und lässt sich dort auch identifizieren.

In den Handlungen jener Erzählungen macht der Handelnde auch eine zumeist positive Entwicklung durch und bestimmt diese auch. Die Entfaltung ist meist durch Prüfungen oder Hindernisse geprägt, wobei auch eigene Pläne eine Rolle spielen können.

Erwähnen sollte man auch, dass der Protagonist nicht unbedingt der Gute sein muss. Auch kann das Gleichgewicht zwischen Protagonist und Antagonist kippen, was zur Folge hat, dass das Verhältnis zwischen Gut und Böse nicht mehr eindeutig ist.

Kritik – wie äußert man sie und was sollte man hierbei beachten.

Das Thema Kritik und der Umgang ist für mich und auch viele andere ein heikler Bereich. Je nachdem, wie diese Form des Feedbacks geäußert wird, kann es den Empfänger recht ins Straucheln bringen.

Sicherlich ist es nie einfach, Kritik zu empfangen und mit dieser umzugehen. Und doch ist es ebenso schwierig, sie jemandem zu vermitteln den man vielleicht gar nicht kennt.

Also habe ich mich dran gemacht und ein wenig recherchiert. Außer den Recherchen habe ich bereits geführte Gespräche versucht in den folgenden Text mit einzubeziehen versucht. Natürlich unter dem Gesichtspunkt, was für den ein oder anderen nützlich sein könnte.

So hoffe ich, das Wichtigste in einer angenehmen Anordnung zusammengefasst zu haben.



Definition Kritik

Bei einer Kritik handelt es sich um eine Beurteilung oder auch eine Einschätzung einer künstlerischen Leistung.



Unter den gefühlt zahllosen Definitionen zu diesem Begriff war dies diejenige, die am besten in dem Bereich des Schreibens passte. Auch wenn es sich hierbei um eine klare Orientierung handelt. Also begab ich mich auf die Suche nach einer Art Aufbau für ein Feedback. Besonders dann, wenn dieses Feedback geäußert wird, um es dem Empfänger zu verdeutlichen.

So fand ich bei der Beigroup GmbH (Link zu dem Thema Kritik: static.bei-training.com/files/div/Checkliste_Richtig_kritisieren_betraining-v1-0.pdf) eine Übersicht zu dem Aufbau bzw. was man berücksichtigen kann oder sollte.

Von diesem Dokument habe ich eine kurze Zusammenfassung gemacht, die ich hier folgend aufführen möchte.

Laut dieser Hilfe für das Kritisieren sollte man in Betracht ziehen, ob die Kritik sinnvoll ist und ob es einen triftigen Grund dafür gibt.
Ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass dem so ist, so sollte die Kritik so präzise wie möglich und mit Beispielen unterlegt sein. Die Sachlichkeit darf hierbei natürlich nicht außer Acht gelassen werden.

Die Kritik sollte zeitnah erfolgen, damit es keine Missverständnisse zwischen Kritikgeber und Empfänger kommt. In seiner Äußerung sollte man jedoch auch nicht vergessen, die Kritik so positiv und neutral wie möglich zu halten.

Ist eine positive Basis bei der Kritik gegeben, so ist die Konstruktivität des Empfängers der Botschaft weniger gehemmt, sodass ein entsprechendes Ergebnis erzielt werden kann.

Hinzu kommt, dass das Feedback in der Ich-Form gehalten sein sollte. Ist die Kritik all zu negativ behaftet, sollte der Verfasser in Betracht ziehen, wie sich das Gegenüber fühlt oder ob die vorgetragene Form zu akzeptieren ist.

Ist man diese Punkte durchgegangen, ist es vonnöten, sich zu überlegen, wie es möglich ist, die Kritik mit einem guten Gedanken zu beenden.



Im Folgenden habe ich die mir notierten Fragen aufgelistet und so gut ich konnte beantwortet. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier die aus meiner Sicht wichtigsten Fragen aufliste, damit auch so eine gewisse Übersicht vorhanden ist.



Wie gehe ich mit einer Kritik um, die mich trotz allem trifft?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die nicht gerade einfach zu beantworten ist. Denn jeder verarbeitet bzw. verkraftet ein negatives Feedback natürlich auf seine ganz besondere Art und Weise. Vor allem das schlechte Gefühl, das sich breitmacht, wenn man mit dem ein oder anderen Kritikpunkt konfrontiert wird, kann das Schreiben an sich hemmen. Man darf sich nicht unterkriegen lassen und dem Gedankenkarussell, das von Selbstzweifeln begleitet werden kann, die Überhand lassen.

Denn je öfter man mit den unterschiedlichsten Gedankengängen anderer Schreiber, desto sicherer wird man mit seinem eigenen Schreibstil und lernt mit der Zeit, schon im vornherein die ein oder andere Fehlerquelle zu umgehen.



Wie nutzt man Kritik für sich selbst und vor allem dann auch für die Texte?

Egal wie die Kritik ausfällt, sollte man nicht aus den Augen verlieren, was man mit dem Text ausdrücken möchte.

Erst dann kann man das Feedback nach seinem Bauchgefühl und an den passenden Stellen in das Geschriebene einbauen. Wichtig hierbei ist, zu beachten, dass man sich das Wichtigste notiert.



Kritik ein Nehmen und Geben?

So objektiv wie möglich gesehen ist das so. Denn möchte man, dass die eigenen Texte kommentiert werden, so muss man sich auch die Zeit nehmen, die Texte von anderen zu kommentieren.

Hier trifft das Sprichwort „Eine Hand wäscht die andere“ zu.

Zudem lernt man wie man das eigene Werk ein wenig anders zu sehen.



Mein Fazit zu meiner Recherche zur Kritik und was ich aus dem allen für mich mitnehme…

Während der Recherche und dem Schreiben des Beitrages konnte ich meinen teils recht fixen Blickwinkel aufbrechen. Ausschlaggebend waren andere Sichtweisen als auch einige Tipps um auch mal um die Ecke zu denken. Besonders wichtig für mich waren die Anregungen zur Formulierung von einer Kritik, die mich zu dem Entschluss brachten Feedbacks in Zukunft ein wenig strukturierter anzugehen.

Das Kinderzimmer

In unserem Forum werden die unterschiedlichsten Schreibübungen angeboten. Aus so einer Schreibübung stammt folgender Text. Die Aufgabe war, eine Situation aus dem Blickwinkel von mindestens zwei Personen zu beschreiben.

Irina
„Bis heute Abend mein Schatz, hab einen schönen Tag“. Robert küsst mich. Kurze Zeit darauf höre ich die Wohnungstüre. Er ist weg.
Nachdenklich wälze ich mich aus dem Bett. Das ist gar nicht mehr so einfach mit diesem Riesenbauch, den ich vor mir herschiebe. Noch vier Wochen, dann wird unser Baby da sein.
Ich öffne die Türe zum Kinderzimmer.
Sonnengelb gestrichene Wände mit einer fröhlichen Wandbordüre, ein Mobile an der Decke, unter dem Fenster der Stubenwagen. – Ansonsten gähnende Leere.
Ich verstehe Robert nicht. Wir hatten schon vor Monaten darüber gesprochen, wie das Zimmer aussehen soll. Er hatte so viel Spaß bei der Planung und hat alles penibel aufgezeichnet. Danach waren wir in den Möbelhäusern der Umgebung, nichts hat ihm gefallen! Kopfschüttelnd mache ich die Türe wieder zu.
Hat meine Freundin Gaby Recht wenn sie mir rät, einfach ein Zimmer zu kaufen und ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen? Wenn Robert das mit mir machen würde, wäre ich sehr verärgert. Nein, ich werde warten. In den ersten Wochen reicht ja auch der Stubenwagen.
Gestern ist er wieder so spät von der Arbeit gekommen. Gabys Andeutung, dass er vielleicht fremdgeht, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Was soll ich nur tun? Sein Handy durchsuchen, wie Gaby es mir riet, werde ich auf keinen Fall. Doch ich muss diesen Gedanken loswerden. Er frisst mich auf. Wenn er mir das jetzt antut, wo ich schwanger mit unserem gemeinsamen Kind bin, kann er sich gleich zum Teufel scheren. So einen Mann will ich nicht.
Er hat sich so sehr gefreut, als sich unser Kleines anmeldete. Sein Leuchten in den Augen sprach Bände. Vielleicht mag er mich nicht mehr, so wie ich jetzt bin? Mein dicker Bauch und die Krampfadern sind nun wirklich nicht schön. Und meine starken Stimmungsschwankungen erschrecken mich manchmal selbst.
Wir haben uns vor über zehn Jahren kennengelernt. Sind ein paar schwierige Monate ein Grund zum Fremdgehen? Habe ich einen Schönwettermann geheiratet? Wenn er zu Hause ist, ist er sehr fürsorglich. Aber er ist kaum noch da. Vielleicht flüchtet er ja nur in die Arbeit? Ich hoffe es so sehr.
Ich watschle in die Küche und mache mir einen Tee. Das Brot ist mir zu trocken, anstatt dessen schnappe ich mir Tafel Schokolade und setze mich ins Wohnzimmer. Morgen habe ich einen Termin beim Frauenarzt. Robert kann diesmal leider nicht mit. Er hat einen Gesprächstermin mit einem Kunden.

Robert
Meine Finger streichen sanft über das leicht rötliche, geölte Holz. Morgen ist es endlich so weit. Ich werde das Kinderzimmer aufbauen, während sie beim Frauenarzt ist. Die letzten Wochen habe ich jede freie Minute in der Firma verbracht und trotzdem hätte ich es nicht geschafft, hätten Olli und Werner mir nicht geholfen. Aber es ist so schön geworden. Den Stoff für den Himmel habe ich Irinas Mutter gebracht, da muss ich morgen auch noch vorbeifahren. Sie hat mir eine Nachricht aufs Handy geschickt, dass sie fertig ist und ich auch das Nestchen und die Bettwäsche schon mitnehmen kann.
Ich freue mich so. Das wird eine Überraschung werden.
Die letzte Zeit hat sich Irina sehr zurückgezogen. Ich verstehe das, so eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang. Mir zerspringt fast das Herz vor Freude wenn ich sie ansehe. Sie wird von Tag zu Tag schöner und ich bin so gespannt, wie unsere Tochter aussehen wird. Der Frauenarzt wollte sich nicht festlegen, aber ich bin mir sicher, es wird ein Mädchen werden.
Die letzten Wochen, während ich an dem Kinderzimmer arbeitete, fühlte ich mich so glücklich, so reich beschenkt mit meiner wunderbaren Frau, die nun Mutter unseres gemeinsamen Kindes wird.
Wir waren mehrere Male in verschiedenen Möbelhäusern um ein Kinderzimmer auszusuchen und jedes Mal wurde es schwieriger, ihr den Kauf auszureden. Sie wollte so gerne alles vorbereitet haben, das war deutlich zu spüren. Das Zimmer wird Irina gefallen. Es ist genau so, wie wir es uns ausgemalt haben. Und es ist gut geworden, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich. Es war mir sehr wichtig, etwas für unser Kleines zu tun, das nur ich tun kann.
So, und jetzt fahre ich noch an den Bahnhof und hole Irina eine Schachtel Pralinen. Ganz im Gegensatz zu sonst, mag sie die letzten Wochen so süßes Zeug und ich möchte ihr gerne eine Freude machen.

Wie bereite ich mich auf Blogbeiträge vor?

Aalso zu Beginn meiner Blogger-Aktivitäten schrieb ich einfach drauflos. Einfach nur so, ohne wirklich darüber nachzudenken, worüber ich da eigentlich philosophiere.

Sicherlich achtete ich auf Formulierungen und Co., aber es war einfach unbeschwerter. Ja, fast schon blauäugig, weil ich mir nicht die Gedanken machte über das “Wie?” und “Warum?” …

Und doch war es auch die Form des Schreibens, die für mich eine Herausforderung war, denn ich musste aus meiner höchstpersönlichen Komfortzone heraustreten. Mich an etwas Neues wagen, was ziemlich schwer für jemanden ist, der sich im Mittelpunkt einer Runde nicht sonderlich wohl fühlt.

Auch bei den jetzigen Texten muss ich meinen inneren Schweinehund bekämpfen und ihm irgendwas zum Fressen geben, damit ich in Ruhe meine Texte schreiben kann.

Und sobald ich es geschafft habe, aus meinem eigenen Schatten herauszutreten, merke ich, wie es sich mit jedem Beitrag lohnt, aus dieser “Dunkelheit” rauszuschnuppern.

Dies soll kein Text werden, in dem ich mich darüber beschwere, wie ich mit mir hadere, sondern eher darüber, wie ich in den letzten 2 Jahren für mich eine kleine aber feine Strategie gefunden habe, um Beiträge zu verfassen.

Mittlerweile fordere ich mich immer wieder heraus, um mich mit den unterschiedlichsten Themen zu befassen. Dabei geht es darum, was mir gerade durch den Kopf spukt, oder um etwas, das ich ein wenig planen muss.

Mittlerweile ist es so, dass ich mir das eine oder andere Thema notiere, um dann bei Gelegenheit darüber zu schreiben, und hin und wieder muss ich auch dafür recherchieren. Für die Recherche nutze ich sowohl das Internet als auch Bücher oder Zeitschriften. Alles Medien, die mir mehr als nur helfen, meine Gedanken zu ordnen. Das klappt zwar nicht immer, aber ich werde besser …

Die ersten Notizen mache ich zumeist handschriftlich, um dann diesen Text beim Abtippen auf Fehler zu überarbeiten. Zu meinen Mankos gehören z. B. Wortdopplungen, fehlende Wörter oder Satzteile oder Satzzeichen.

Diesen Text lasse ich dann meist einige Tage liegen, um mir ihn dann erneut mit ein wenig Distanz durchzulesen. Hierbei kann es jedoch vorkommen, dass ich mit dem, was ich erschaffen habe, nicht zufrieden bin. Ist das der Fall, wende ich mich an Personen, die nochmal drüber lesen sollen.

Das mache ich, um der eigenen “Betriebsblindheit” vorzubeugen und um nicht nur Mist online zu stellen. So etwas hilft ungemein.

Nach dieser Resonanz erfolgt die letzte Überarbeitung und dann das veröffentlichen des Beitrages.

Es hört sich zwar viel an und vielleicht auch ein wenig verstörend, aber das ist das, was ich mir in den letzten Monaten und Jahren erarbeitet habe und ich kann darüber doch ein wenig stolz sein.

Wann ist ein journalistischer Text seriös?

Um das herauszufinden, müssen wir ersteinmal klären, was ein “journalistischer Text” ist. Als erstes fällt einem da sicher der klassische Zeitungsbericht in einer Tages-, Wochen-, oder Sonntagszeitung ein. Aber es gibt noch mehr journalistische Formate, ich hier hier aufzählen möchte:

Journalistische Textsorten

Nachricht:

Darstellung eines Ereignisses, die auf alle W-Fragen antwortet (Was? Wer? Wo? Wann? Wie? Warum?). Aufbau: Zuerst wird das wichtigste beschrieben, was passiert ist; dann wichtige Details, Quellen und ggf Hintergrüne.

Bericht: 

Länger als eine Nachricht, ähnlicher Aufbau (wichtigstes zuerst, dann Details etc.), enthält mehr Details, ggf Zitate und ausführlichere Hintergründe, außerdem kommen Urteile und Stellungsnahmen von bspw ExpertInnen hinzu.

Reportage:

Ein Reporter erlebt ein Ereignis, welches er dann lebendig schildert, es werden sachliche Informationen genannt, aber eben auch die eigenen Eindrücke geschildert. Außerdem werden nicht nur ExpertInnen oder bekannte Personen zu Wort gebeten, sondern auch BürgerInnen.

Interview: 

Gespräch/Antwort-Frage-Form wird widergegeben, es steht entweder die Meinungsäußerung, die interviewte Person, oder der thematisierte Sachverhalt im Vordergrund.

Kommentar: 

Meinungsbeitrag zu bestimmtem Thema, über das bereits berichtet wurde. Es gibt vergleichende Kommentare (einerseits/andererseits, Pro/Contra), Geradeaus-Kommentare (Eine Meinung, auf die unmittelbar verwiesen wird), argumentierende Kommentare (eine Meinung wird mit einigen Argumenten beschrieben).

Kolumne: 

Meinungsbeitrag eines einzelnen Kolumnisten, der sich meist an immer gleicher Stelle einer Zeitung befindet

Glosse:

Kurzer, subjektiv geschriebener Meinungsbeitrag mit teilweise ironischer, satirischer, zugespitzter Argumentation. Oft werden Wortspiele und Metaphern verwendet.

Das sind nicht alle Arten von journalistischen Texten, aber eine anschauliche Auswahl. Wer regelmäßig Zeitung ließt, hat sich die Definitionen wahrscheinlich gar nicht durchlesen müssen. Es fällt auf, dass man die oben genannten Textsorten grob in zwei Kategorien einteilen kann:

Informations- und Meinungsbeiträge

Informationsbeiträge

  • erfolgen nach dem Nachrichtenwert (“Messung” anhand von Relevanz, Aktualität, Emotionalität etc. eines Themas, wie berichtenswert es ist)
  • sind im Idealfall sachlich und neutral (objektiv) verfasst
  • berichten über Ereignisse, Gegebenheiten, Missstände, Situationen etc. in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Soziales.
  • enthalten keine Wertungen und Meinungen des Autors

Meinungsbeiträge

  • beschäftigen sich mit einer Meinung zu einem aktuellen Thema
  • sind dadurch nicht neutral
  • Meinung sollte argumentativ belegt und Hintergründe, Zusammenhänge und Relevanz analysiert werden
  • müssen als Meinungsbeitrag gekennzeichnet und strikt von Informationsbeiträgen getrennt werden
  • sollen die LeserInnen zur Diskussion anregen und dazu, sich selbst eine Meinung zu bilden

Die Trennungsregel

Das wichtigste bei der Berichterstattung ist, dass Meinung und Information getrennt werden!

So wird dagegen vorgegangen, dass Menschen bei der Informationsbeschaffung manipuliert werden. Wären Zeitungsberichte und Nachrichten immer von der Meinung eines Reporters oder Journalisten geprägt, würde sich diese spezifische Meinung etablieren. Sie würde uns nach einer Weile, wenn wir sie oft genug gelesen hätten und nur diese eine Meinung zu einem Thema weit genug verbreitet wäre, legitim vorkommen. Man hätte keine Möglichkeit mehr, sich seine eigene Meinung zu einem Thema zu bilden.
Deshalb brauchen wir möglichst neutrale Quellen. Das macht ja eine Demokratie aus: Jede/r hat die Möglichkeit, seine eigene Meinung zu haben und diese vertreten und äußern zu können (solange sie der Verfassung entspricht).

Berichterstattung soll sachlich und unvoreingenommen über Themen ausfklären. Haben wir das gelesen, können wir uns unsere Meinung bilden. Dazu können wir uns dann die Stellungnahmen anderer dazu durchlesen. Wir sollten dann reflektieren, ob wir die Argumente des Meinungsbeitrags nachvollziehbar und glaubhaft finden, oder nicht. Im Idealfall ergibt sich dann eine Meinung, die wir mit sachlichen Argumenten, Fakten, Zahlen, Statistiken etc. begründen können.

Fazit:

Ein journalistischer Text kann auf verschiedene Arten seriös sein.
Es kommt darauf an, zu welcher Gattung er gehört. Beiträge, die dazu beitragen, sich informieren zu können, müssen sachlich und neutral sein. Abgegrenz davon gibt es die Meinungsbeiträge, in denen mithilfe von sachlichen Argumenten zu einem Thema Position bezogen wird.

Journalistische Texte sind für Büger und Bürgerinnen in beiderlei hinsicht wichtig: Zur Informationsbeschaffung und zur Meinungsbildung.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Journalistische_Darstellungsform (entnommen: 15.09.18 um 18:30 Uhr)
https://blog.zeit.de/schueler/files/2010/09/2.1-Klassische_Medien.pdf (entnommen: 15.08.2018 um 17:45 Uhr)
https://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/journalismus-kommentar-101.html (entnommen: 16.08.2018 um 15:30 Uhr)

Beitragsbild: pixaby.com



Wie finde ich den perfekten Reim?

Zu einem guten Gedicht gehören definitiv gute Reime. Wenn da nur “Haus – Maus – Reime” zu finden sind, ist das Gedicht sofort langweilig. Die Reime sollten anspruchsvoll, interessant und kreativ sein. Doch wie finde ich so einen Reim?

Um das herauszufinden, schauen wir uns dazu mal die Definition, die Funktion und verschiedene Reimarten an.

Definition

  • Verbindung von Wörtern mit ähnlichem Klang
  • Gleichklang eines betonten Vokals und der ihm folgenden Laute

Funktion

  • Gedicht zusätzlich zu Metrum Struktur geben
  • Bildet due Ästhehtik der Lyrik
  • Vor allem dann überzeugend, wenn Reimwörter in ihrer Bedeutung und Konnotation weit auseinander liegen
  • Karl Kraus: Reim umso besser, je mehr „Widerstand“ er zu überwinden hat àB. einsilbiges Wort reimt sich auf mehrsilbiges/ beide Reimwörter aus unterschiedlichen sprachlichen Bereichen
  • Gereimtes bleibt besser im Gedächtnis –> im Mittelalter wurden Botschaften oft gereimt übermittelt

Reimformen (ausgewählte)

  • Männliche Reimform
    • Stumpf, einsilbig
    • Zeile endet auf einer betonten Silbe
    • Auch Maskulinus genannt
  • Weibliche Reimform
    • Klingend, zweisilbig
    • Beide Zeile enden auf reimende Silben, erste betont, zweite unbetont
    • Auch Femininus genannt
  •  Gleitend/reich
    • Dreisilbig
    • Beide Zeilen reimen auf drei Silben, jeweils erste betont

Stellung im Vers

  • Endreim/Ausgangsreim
    • Reimwort steht am Ende des Verses
    • Häufigste Reimform
  • Binnenreim
    • Reimworte stehen ganz/teilweise im Innern des Verses
    • Innenreim/Inreim: Reimweorte am Versende oder im Versinnern desselben Verses
    • Mittelreim: Reimworte stehen im Innern von Versen, die aufeinander folgen
    • Mittenreim: ein Wort, das am Versende steht, reimt sich mit einem Wort, das im Innern des folgenden oder voranstehenden Verses liegt
    • Schlagreim: Es folgen Worte die sich reimen sofort aufeinander (z.B: Echoreim, Übergehender Reim)
  • Anfangsreim:
    • Die ersten Worte des zweiten Verses reimen sich

Reiner / Unreiner Reim

  • Reiner Reim: sich reimende Teile der Worte sind genau gleich (Beispiel: Hose – Rose, stehen – gehen)
  • Unreiner Reim: sich reimende Teile stimmen nur annähernd überein (Beispiel: Gewalt – Gestalt, kühn – hin)

Zusammenfassung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, in einem Gedicht zu reimen.
Dabei spielt eine Rolle, wo die sich reimenden Wort befinden. Außerdem gibt es eine Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Reimen, die zum Beispiel Auswirkung auf die Stimmung des Gedichts haben kann.
Den Klang verändert, ob ein Reim männlich” oder “weiblich ist, je nachdem, welche Silben betont sind. Einen guten Reim macht aus, dass er anspruchsvoll ist, nicht nur die “0815-Reime” wie Haus – Maus, Hut – Gut. Das kann auch mal passen, aber interessante Reime bekommt man, wenn die sich reimenden Worte eine unterschiedliche Anzahl an Silben haben, oder sie aus unterschiedlichen Bereichen der Sprache sind.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte euch den Reim etwas näher bringen. Probiert doch einfach mal verschiedene Reimarten aus, manche sind vielleicht schwieriger, andere leichter.

Viel Spaß dabei,
Wolverine ^-^

P.S.: Hier ein Link zum Gedicht “Der Reim” von Karl Kraus (lohnt sich :D)
https://de.wikisource.org/wiki/Der_Reim_(Kraus)


							
	

Ich schreibe mit Patchwork

Wer sich mit dem Schreiben von Geschichten beschäftigt, stolpert früher oder später über spezielle Schreibprogramme für Autoren. Dann fragt man sich natürlich, brauche ich so ein Programm?
Prinzipiell kann man sagen, natürlich wird kein spezielles Autorenprogramm gebraucht, um einen erfolgreichen Roman zu schreiben.
Warum ich mir trotzdem ein solches zugelegt habe und warum ich nur noch damit schreibe, darüber möchte ich berichten.

Als ich begonnen habe, an meinem aktuellen Projekt, einem historischen Liebesroman, zu arbeiten, ist mir sehr schnell klar geworden, das Entstehen eines Romanes besteht nur zum Teil aus dem Schreiben der Geschichte. Einen großen Teil der Zeit nimmt das Organisieren der Requisiten (Figuren, Schauplätze, wichtige Gegenstände) in Anspruch.
Immer mehr Figuren entschlüpften den Papier, wollten ihren Teil der Geschichte erzählen, Schauplätze entstanden vor meinem geistigen Auge und wollten ins rechte Licht gerückt werden.
Obwohl ich von mir behaupte, ein sehr gutes Gedächtnis zu haben, wurde mir schnell klar, das kann ich mir nicht alles merken. Irgendwie musste ich die Informationen so abspeichern, dass sie schnell und unkompliziert abrufbar sind. Denn nichts ist schlimmer, als wenn sich die Narbe in Paulines Gesicht mal über der rechten und dann wieder über der linken Augenbraue befindet. Oder wenn Lukas, um von A nach B zu kommen, einen Tag braucht und für den Rückweg plötzlich eine ganze Woche. So etwas darf nicht passieren. Lesern wie mir fällt so etwas auf. Für mich persönlich mindert das dann den Lesegenuss.
Also mussten Ordner her, in denen ich all die Informationen abspeichern konnte. Aber da ich ein »Genie« in solchen Sachen bin, hatte ich irgendwann so viele Ordner und Unterordner, dass ich gar nichts mehr gefunden habe.

Eine große Entscheidungshilfe für das Programm Patchwork war, dass es dafür sehr viele kostenlose Videos gibt. Wer noch nie mit einem solchen Programm gearbeitet hat und vielleicht auch noch ein »Schreibanfänger« ist, wird buchstäblich erschlagen von den vielen Funktionen, die dieses Programm bietet. Doch mit den Videos kann sich jeder langsam in die Materie vorarbeiten und sich so Schritt für Schritt mit dem Programm vertraut machen.
Zum Ausprobieren gibt es eine 30-tägige Demoversion, mit der man alles in Ruhe prüfen kann. Erst nachdem das Programm gründlich geprüft wurde, kann man sich entscheiden. Es besteht die Möglichkeit, sich ein »Arbeitszimmer« einzurichten. Bedeutet: das Programm wird zum Beispiel auf einem Stick gespeichert und kann an verschiedenen Rechnern genutzt werden. Es sollte aber daran gedacht werden, immer die aktuellste Version auf dem Stick zu speichern.
Wird mit Patchwork ein neues Projekt gestartet, kann man als erstes seine eigene Timeline festlegen. Wichtig für alle, die Geschichten schreiben, die einem anderen als dem bei uns gebräuchlichen Kalender folgen. Für den herkömmlichen Kalender muss man nichts weiter machen, als den Start- und den Endzeitpunkt der Geschichte festzulegen.
Es gibt ein Plot-Bereich, in dem jeder seine Geschichte nach verschiedenen Plot-Ansätzen entwickeln kann. Man kann seine Geschichte aber auch über ein Kreativboard veranschaulichen oder einfach losschreiben.
Beim Schreiben kann man jedes Kapitel mit verschiedenen Zusätzen versehen, wie Haupt- oder Nebenstrang, Perspektive, Status (Erstschrift, X. Überarbeitung …). Außerdem kann jedes Kapitel einem Datum oder/und Uhrzeit zugeordnet werden. Diese Zeitangaben werden automatisch in die Timeline übertragen, sodass man einen Überblick über die zeitlichen Abläufe in der Geschichte bekommt. Was wichtig ist, wenn zum Beispiel ein Ereignis gleichzeitig im Haupt- und Nebenstrang stattfinden soll, dann müssen die Stränge die richtige zeitliche Entwicklung haben. Es kann nicht sein, dass dann im Hauptstrang schon Herbst ist und im Nebenstrang erst Frühling.
Die Kapitelüberschriften werden automatisch auf der linken Seite angezeigt, dort wächst mit der Geschichte das Inhaltsverzeichnis des Romanes. In dieser Kapitelübersicht werden auch die Wort-, Zeichen- und Seitenanzahl des jeweiligen Kapitels angezeigt. Außerdem auch, wenn man zum Beispiel einen virtuellen To-Do-Zettel in den Text abgelegt hat.
Auf der linken Seite befinden sich auch die Registerkarten für alle Figuren, Schauplätze und Gegenstände. Gibt man dort Zeitangaben ein, werden diese automatisch in die Requisiten-Timeline übertragen. So sollte es auffallen, wenn ein Ehepaar unterschiedliche Angaben zum Hochzeitstag macht. Außerdem bekommt man angezeigt, wie alt eine Figur in dem jeweiligen Kapitel ist, wenn man zuvor das Geburtsdatum festgelegt hat.
Auf der rechten Seite kann zu jedem Kapitel ein Pitch eingegeben werden. Wird das konsequent gemacht, ergibt sich in der Outline eine Zusammenfassung des Romanes. Was hilfreich ist, wenn ein Exposé benötigt wird.
Es gibt noch unzählige andere Features, wie das Erledigungstool, Szenencheck, die Auflistung der am häufigsten verwendeten Wörter, man kann seine persönlichen Unwörter festlegen und sich anzeigen lassen, Bilder für Figuren oder andere Requisiten abspeichern, usw.
Und dann kann man natürlich, wenn man es irgendwann geschafft hat, seinen Roman zu Ende zu schreiben, mit dem Programm ein E-book erstellen oder den Text für den Druck des Buches aufbereiten.
Mein Lieblingstool ist das Vorlesen. Wenn ich mir die Geschichte vorlesen lasse, finde ich immer wieder Fehler, die ich zuvor überlesen habe. Oder ich finde Sätze, die mir so nicht gefallen und umgestellt werden müssen.
Außerdem gibt es noch eine sehr nützliche Einstellung, man kann sich in Klausur begeben. Das bedeutet, das Programm unterbindet für eine vorher eingestellte Zeit, den Zugang zum Internet. Wenn mal ein Abgabetermin drückt, ist das sehr hilfreich.
Es gibt ein Forum und eine Facebook-Gruppe, in denen man seine Fragen oder Probleme, die man mit Patchwork hat, darlegen kann. Dort bekommt man in der Regel sehr schnell Hilfe und natürlich hat Martin Danesch (der Entwickler von Patchwork) immer ein offenes Ohr, wenn irgendetwas nicht so funktioniert, wie es soll. Auch Vorschläge, was im Programm verändert, verbessert oder hinzugefügt werden kann, werden dort gern gehört. Und ich weiß, dass M. Danesch schon viele Vorschläge von uns Schreiberlingen umgesetzt hat.
Natürlich hat so ein Programm auch seine Nachteile, es kostet Geld, für die Updates muss auch bezahlt werden. Obwohl sich M. Danesch für die Updates ein moderates System hat einfallen lassen. Es gibt keine Festpreise, sondern man kann je nach Geldbeutel seinen Beitrag selbst bestimmen.
Und natürlich ist so ein Programm auch ein tolles Spielzeug. Man kann stundenlang in den einzelnen Tools herumexperimentieren und ist so über einen langen Zeitraum beschäftigt, ohne ein Wort geschrieben zu haben.

Ich hoffe, ich konnte euch das Programm ein wenig näherbringen. Wer Fragen dazu hat, Ergänzungen oder Beschwerden, kann sich gern hier melden. Wenn gewünscht, kann ich auch auf bestimmte Tools in einen anderen Beitrag näher eingehen.

Was ist ein Gedicht?


Ich bin mir sicher, dass jede/r irgendwie schon irgedwas mit Gedichten zu tun hatte. Allein in der Schule zieht sich dieses Thema ja ab der Grundschule bis zur perfekten Gedichtsinterpretation. Trotzdem möchte ich hier kurz vorstellen, worum es sich bei einem Gedicht handelt.

Laut Duden ist ein Gedicht eine „[lyrische] Dichtung in einer bestimmten [metrischen] Form mit besonderem Rhythmus [und Reim]“ (vgl. https://www.duden.de/rechtschreibung/Gedicht, entnommen 14:45 am 07.07.18)

Mittlerweile ist es aber für einen Text nicht unbedingt notwendig, einer bestimmten Form oder einem Reimschema anzugehören, um als Gedicht bezeichnet werden zu können.

Es gibt unendlich viele verschiedene Gedichte. Das liegt nicht nur daran, dass es so viele Themen gibt, über die man schreiben kann. Sondern auch an den vielen verschiedenen Möglichkeiten, ein Gedicht aufzuziehen.

Auf ein paar Dinge möchte ich im Folgenden eingehen.

Mermale eines Gedichtes:

  • Aufbau: Der Text ist kein Fließtext wie etwa eine Kurzgeschichte zum Beispiel. Stattdessen besteht ein Gedicht aus einzelnen Versen, die manchmal auch in Strophen durch Absätze unterteilt sind. (So sagt man zum Beispiel nicht: „In Zeile x steht y“, sondern „In Vers x steht y“.)
  • Metrum/Rhythmus: Es gibt eine Unterscheidung zwischen Metrum und Rhythmus. Oft liest sich ein Gedicht rhythmisch. Das heißt es ist eher schnell, langsam, beschwingt, schleppend etc. Der Rhythmus wird durch das Metrum bestimmt. Das bedeutet, dass sich betonte und unbetonte Silben in einer bestimmten Reihenfolge abwechseln.
    Beispiele für Metren: Jambus (erste Silbe betont, zweite Silbe unbetont), Trochäus (erste Silbe unbetont, zweite Silbe betont), Daktylus (erste Silbe betont, zweite Silbe unbetont, dritte Silbe unbetont) etc.
  • Stilmittel: Es gibt sehr viele Stilmittel, ein paar möchte ich hier erwähnen. Sie tragen dazu bei, Stimmungen oder eine Atmosphäre zu bestärken, Aufmerksamkeit auf einen Teil des Gedichts zu werfen oder Sonstiges zu verdeutlichen.
    Assonanz: Häufige Nutzung eines Vokals –> Gleichklang
    Klimax: Reihung von Wörtern, die sich steigern; Beispiel: sagte, schrie, brüllte.
    Onomatopoesie: Lautmalerei mit Worten –> Worte klingen wie Bedeutung; Beispiel: zischen, Kuckuck, rascheln, etc.
    Metapher: bildliche Umschreibung
  • Das Lyrische Ich: In einigen Gedichten schreibt der Autor in der Ich-Perspektive. Wichtig ist hierbei, dass das Lyrische Ich nicht mit dem Autor gleichzusetzen ist, der Autor meint mit dem Lyrischen Ich nicht zwingend seine eigene Person. Das Lyrische Ich führt den Leser durch das Gedicht und in „seine“ Perspektive darauf, worum es in dem Gedicht geht. Dadurch bekommt es einen sehr persönlichen Charakter, der/die LeserIn kann gut mitfühlen. Das Lyrische Ich kann aber auch stellvertretend für die LeserInnen, eine Gesellschaftsgruppe o.ä. stehen.

Wenn ich ein Gedicht schreibe, dann mache ich mir über solche Dinge bewusst gar keine Gedanken. Trotzdem finde ich es sehr wichtig und hilfreich, von Silmitteln, dem lyrischen Ich, dem Aufbau, Metrum, Rhythmus etc. gehört zu haben. Unbewusst fließt dann doch auch mal das eine oder andere Stilmittel in das Geschriebene mit ein. Ich beginne mir über den Rhythmus Gedanken zu machen, oder experementiere sonst irgendwie – auf der Basis von eben diesem Theoriewissen.

Falls Ihr gerne Gedichte schreibt oder es mal ausprobieren wollt, wünsche ich Euch ganz viel Spaß dabe!

Liebe Grüße,
Wolverine

Merkmale einer Kurzgeschichte

Kurzgeschichten gibt es viele. Man könnte fast schon sagen, dass es so viele wie Sand am Meer gibt.
Den Eindruck bekommt man aufgrund der etlichen Genre oder auch Sparten genannt, aber auch durch die etlichen Anthologien*, zu denen die verschiedensten Verlage das komplette Jahr über aufrufen.

Für den ein oder anderen Hobbyautor ist diese Form der Epik ein Buch mit sieben Siegeln. Das führt dazu, dass sich manch einer nicht an eine Kurzgeschichte heranwagt, weil er einfach unsicher ist was ihn dabei erwartet.

Ich habe ein wenig im Internet recherchiert und eine kleine Übersicht erarbeitet, die vielleicht als Informationsquelle oder Sprungbrett dient.

Um es in wenige Worte zu fassen, die ich nun endlich los werden möchte, ist eine Kurzgeschichte eine Art der Prosa. Diese Form der Schreibkunst besticht mit ihrer Kürze sowie ihrer knappen und präzisen Sprache.
Durch ihren geringen Umfang, meist ein bis zwei Buchseiten (selten wesentlich länger), ist sie schnell gelesen. Der Inhalt der Kurzgeschichte ist meist fantastischer oder gruseliger Natur.

In der Handlung gibt es in der Regel nur einen Protagonisten**, der, anders als in Romanen, eine Person des Alltags ist. Ihm begegnet man in einem angepassten Szenario, das unmittelbar und ohne jegliche Einführung beginnt.
Die Umstände der Handlung sind weder dramatisch noch ungewöhnlich und doch steht ein besonders Ereignis im Mittelpunkt des Geschehens.
Die Orte und Schauplätze, die der Autor in seiner Kurzgeschichte aufzeigt, werden häufig nicht näher benannt.
Durch den Ablauf des Geschriebenen führt ein personalisierter Erzähler***.

Dem Leser einer Kurzgeschichte muss bewusst sein, dass die Schilderung des Konfliktes während der Handlung mit Metaphern sowie Leitmotiven umschrieben wird. D. h., dass sich der Leser dies selbst erarbeiten muss.
In kurzen Worten: Die Kernaussage ist nicht wörtlich dem Text zu entnehmen.

Während der Leser mit einem erhöhten Erzähltempo durch die Handlung des Geschehens geführt wird, meist ist der Zeitraum hierbei auf einige Minuten oder gar Stunden begrenzt, kommt es zum Ende hin zu einem meist unverhofften Ende.

Begriffserklärung:

1. Anthologie
Die Anthologie ist eine Sammlung von Gedichten oder Texten meist in einem Band zusammengefasst. Es gibt hin und wieder solche Sammelbände, die sich bei Erfolg des ersten, fortsetzen.
2.Protagonisten
Bei dem Protagonisten handelt es sich um die Hauptperson eines Filmes, Buches oder wie in diesem Fall einer Kurzgeschichte.
3.personalisierter Erzähler
Der personalisierte Erzähler beschreibt eine Handlung aus der Perspektive einer einzelnen oder gar mehreren Personen. Ihm ist nicht alles bekannt. D. h., dass ihm nicht alle Informationen vorliegen und informiert den Leser über Näheres, wie Rückblenden, wenn sich die Figur selbst daran erinnert oder an die Vergangenheit erinnert wird. Zudem kommentiert er das was geschieht nicht.



Ich hatte den Eindruck gewonnen, ich wüsste nicht so recht, welche Stellen einer Geschichte man ausführlich erzählt und welche man einfach im Nebensatz abhandelt. Manchmal plustert man völlig unwichtige Details unnötig auf und vergisst andere, aber das Problem besteht auch auf Ebene gesamter Szenen. Wenn ich neue Szenen plante, war ich mir oft nicht sicher, ob sie die viele Mühe wert waren oder nicht doch am Ende gestrichen werden würden.

Mein Kollege Yann hat mir netterweise einen Trick verraten: “Stell Dir vor, Dein Buch ist fertig und Du hast es in einem Rutsch gelesen. Fehlt die Szene dann?”

Das hat mir sehr geholfen, um selbst die Entscheidung treffen zu können, ob die Szene rein oder raus sollte. Das funktionierte aber nur, weil mein Textwertgefühl stimmte. Das tut es leider nicht immer, dh ich kann mich nicht immer auf mein Gefühl verlassen.

Ich habe mich also mit meiner Frage an die Schreibdilettanten Marcus Johanus und Axel Hollmann gewandt, die beide bereits mehrere Bücher veröffentlicht und damit deutlich mehr Erfahrung als ich haben – als Romanautor bin ich ein blutiger Anfänger.

Es ist schon toll, wenn die Bilder von youtube auf dem heimischen Fernseher flimmern. Da hat man plötzlich das Gefühl, Marcus ist im Fernsehen. Wenn der einen auch noch mit Namen anspricht, wird es irgendwie schräg.

Testleser habe ich hier im Forum ausreichend gefunden und das hat mich enorm weitergebracht. 🙂

Da ich einen Entwicklungsroman schreibe und keine Spannungsliteratur bin ich mir nicht sicher, ob meine Szenen auch mehrere Funktionen erfüllen müssen. Sehr

Ingo S. Anders

Ingo S. Anders

wahrscheinlich tun sie das alle. Darüber habe ich noch nie nachgedacht und das klingt nach einem sehr verkopften Ansatz. Ich werde aber sehr wahrscheinlich nochmal reinhören.

Euer Ingo

“Das können Sie nicht!”

Vor vier Jahren habe ich eine sehr gute Ergotherapie beendet. Ich habe jede Woche eine Kurzgeschichte geschrieben und diese dann mit der Therapeutin besprochen. Das hat mir nicht nur gut getan, sondern richtig Spaß gemacht. Ich beendete die Therapie mit dem festen Vorsatz, jetzt einen Roman schreiben zu wollen, und dem Gefühl, das jetzt alleine zu können. Mir war nicht wohl bei dem Gedanken, dass die Krankenkasse für meinen Schreibspaß zahlen sollte.

Ich erzählte freudestrahlend in der Psychoedukationsgruppe von meinem Vorhaben und bekam von der Bewegungstherapeutin ein “Das können Sie nicht” vor den Latz geknallt, gefolgt von “Wenn Sie ein Buch schreiben wollen, dann müssen Sie etwas erlebt haben. Und Sie müssen es verarbeitet haben.”

Das ist nicht nur demütigend, das ist auch völlig falsch und zeugt von mangelnder Sachkenntnis. Da mir damals aber nicht bewusst war, dass ich gerade durch das Schreiben verarbeite, ließ ich mich für vier Jahre ins Bockshorn jagen. Ich gab bei den geringsten Schwierigkeiten auf und glaubte, dass ich es nicht können konnte.

Mein Psychotherapeut, der auch Psychiater ist, hat mir nun erklärt, dass man durch das Führen innerer Dialoge verarbeitet. Und die kann man natürlich auch aufschreiben und ein Buch draus machen, wenn man will – sagte er. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und begann mit meinem aktuellen Projekt.

Inzwischen bin ich seit einem halben Jahr dabei und es sind schon einige Kapitel entstanden. Ich kann das sehr wohl. Und im Übrigen könnte ich auch mit den Kurzgeschichten der letzten zwölf Jahre ein Buch füllen, wenn ich das wollte. Vielleicht mache ich das sogar.

Nehmt euch Kritik an euren Schreibprojekten nicht zu sehr zu Herzen. Prüft, von wem die Kritik stammt. Meinungen von Lesern sind anders zu behandeln als Rückmeldungen von Schriftstellern. Sie wissen, wie eine Geschichte auf sie gewirkt hat, ob sie gefallen hat oder nicht, können aber meist nicht sagen warum.

Ingo S. Anders

Wenn der Leser auch schreibt: Schreibt derjenige überhaupt selbst gut(e Geschichten)? Wenn nein, ist er nicht unbedingt der beste Ratgeber. Und niemand, dessen Wort wir so viel Gewicht beimessen sollten, dass es uns verletzt.

Also, lasst euch nicht ins Bockshorn jagen.

Euer Ingo

Geschichten aus dem wahren Leben und ganz persönlicher Erfahrung



Das war filmreif!

Ich denke diese Momente kennt jede und jeder. In denen man am liebsten alles was passiert wie einen Film im Gehirn abspeichern möchte. Um kein Detail zu vergessen und sich das immer wieder ansehen zu können.

Bei mir war das zum Beispiel so, als ich mit zwei Freundinnen nachts vor langer Zeit eine super illegale (nicht!) Sprühkreide-Aktion vor dem Haus des „Dorf-Nazis“ gestartet habe. Wir waren noch nicht ganz fertig mit unserem Kunstwerk, als der Dorfsheriff um die Ecke fuhr. Also haben wir uns so schnell wie möglich aus dem Staub gemacht. Aber da er uns auf dem Weg nach Hause noch drei weitere Male begegnet ist, haben wir uns natürlich gleich Gedanken darüber gemacht, ob die Regierung wohl unsere Handys getrackt hat, als wir unseren Sprühkreide-Plan ausgeheckt haben. Arg dramatisch (und ernst gemeint) war das Ganze nicht, und wahrscheinlich war er auch nur zufällig dauernd in unserer Nähe. Wir haben uns damals aber dermaßen reingesteigert, dass es im Nachhinein einfach spannend und sehr lustig war.

Es gibt so viele solcher Situationen im Leben! Und die sind bereichernd. Natürlich, weil sie unser Leben ein Stück weit interessant und auf jeden Fall einmalig machen (und wir etwas zu erzählen haben). Aber auch weil das eine sehr einfache -weil wir nichts anderes tun müssen als Leben :D- und wichtige Inspirationsquelle ist.

Besondere, aber auch alltägliche Situationen als Inspiration

Ich habe etwas erlebt und davon inspiriert schreibe ich einen kreativen Text daraus. Zum Beispiel eine Szene, in der das von mir Erlebte die Handlung ist, oder ich spinne eine Kurzgeschichte daraus. Oder ich schreibe ein Gedicht, welches die Atmosphäre wiederspiegelt. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, im Grunde sind einem da keine Grenzen gesetzt. Manchmal wird das so etwas wie ein kreativer Tagebucheintrag, manchmal sind es allein kleine Details, die man für das Schreiben gebrauchen kann.

Da gibt es die ganz besonderen Momente, die meist mit vielen Emotionen verbunden sind. Die von Anfang bis Ende interessant, spannend, tragisch, dramatisch, lustig, fröhlich, komisch usw. sind. Oder ganz kurze Augenblicke, fast unscheinbar, die uns auffallen und faszinieren. Oder eher banale alltägliche Situationen, die trotzdem interessant sind – schließlich haben unsere Charaktere ja auch einen Alltag zu bewältigen, oder wir wollen uns im Bereich der Poesie kreativ am Thema Alltag austoben.

Begegnungen mit Menschen als Inspiration

Wann immer ich auf Menschen treffe fasziniert mich, wie unterschiedlich sie sind. In ihrer Persönlichkeit, ihrem Denken, ihrer Art zu Leben.

Jeder Mensch hat seine eigene ganz individuelle Geschichte, die ihn zu dem Menschen macht, der er/sie ist.

Begegnungen mit Menschen können unglaublich inspirierend sein. Denn jeder Mensch hat ja seine eigenen Geschichten und Erfahrungen, sein eigenes Weltbild, seine eigene Meinung. Einfach seinen ganz einzigartigen Horizont. Wenn wir uns mit Menschen unterhalten, dann dringen wir ein Stück weit in den Horizont ein, lernen etwas dazu. Und geben natürlich auch ein wenig von unserem Horizont preis.

Wenn ich eine Kurzgeschichte oder einen Roman schreibe, dann kommen da (mehr oder weniger) viele verschiedene Charaktere vor. Auch sie haben alle ihren eigenen Horizont. Um die Charaktere möglichst differenziert gestalten zu können, brauche ich also viele verschiedene Ideen. Und zwar nicht nur dafür, wie die Person zum Zeitpunkt meiner Geschichte denkt und fühlt, sondern auch wie seine/ihre Kindheit und Jugend aussah, welche Folgen, Probleme, Stärken etc. das für die Gegenwart mit sich bringt. Also wie und warum er sich zu dem Menschen entwickelt hat, den ich in meinem Text darstelle. Und um zu verstehen warum Menschen wie ticken, müssen wir uns nicht unbedingt großartig mit Psychologie auskennen. Meistens reicht es, wenn wir lernen, Menschen denen wir begegnen zu verstehen, über sie zu lernen und das als Inspiration für uns zu nutzen.

Eigene Erfahrungen machen Texte authentisch

Ich kann nur glaubwürdig  darüber schreiben, wie mein Protagonist sich fühlt während er seine große Liebe trifft, wenn ich selbst einmal verliebt war. Zumindest kann ich nur dann wirklich ins Detail gehen und mehr schreiben als „Er hatte Schmetterlinge im Bauch und sie verdrehte ihm sofort den Kopf.“ . Und es sind eben gerade die Details, die einen Text gut und tiefsinnig machen.

Das machen persönliche Erfahrungen und Erlebnisse auch so wichtig, wenn es ums Schreiben geht. Ich habe mich lange gefragt, woher Autor*innen ihre Ideen nehmen und seit ich die Erfahrung gemacht habe, dass es viel im eigenen Leben gibt, was gut in eine Geschichte passen würde, gehe ich viel aufmerksamer durch die Welt und kann auch ein Stück weit dankbarer sein.
Wie oft habe ich mir gewünscht mit meinen Lieblingscharakteren den Platz tauschen zu können und ein Leben zu leben, wie es im Buche steht.  Aber mittlerweile ist es andersherum: Meine Charaktere erleben Dinge, die sich erlebt habe. Sie treffen Menschen, die mich persönlich faszinieren. Und meine Gedichte tragen Stimmungen, die ich gefühlt und kennen gelernt habe.

Klar, wenn ich eine Entführungsszene schreibe, dann kann ich nicht unbedingt meine Erfahrungen mit einfließen lassen, wenn ich noch nie entführt wurde, worüber ich sehr froh bin. Aber zum kleinen Teil eben doch: Ich hatte in meinem Leben mit Sicherheit schonmal Angst, kann also dieses Gefühl beschreiben, ich weiß, wie es in einem Auto riechen könnte etc.

Beim Schreiben kann man also nicht auf eigene Erfahrungen verzichten!

einfach drauflos oder doch lieber plotten?

Für mich ganz klar: beides!

Ich bin weder discovery writer noch outliner, kein reiner Bauchschreiber und kein Planer, der alles von vorne nach hinten bis ins kleinste Detail durchplottet, und ebenso geordnet runterschreibt. Bei mir liegt eher ein Fall von Zoom-Plotting vor, wie Jacky sagt. Auch wenn ich mich bemühe, von vorne nach hinten zu schreiben, um später in den Schreibprojekten der Reihe nach kapitelweise einstellen zu können, so klappt das nicht immer.

  1. Ich schreibe einfach drauflos mit einzelnen Bildern  oder einem Wortwechsel vor Augen sowie einer Grundidee im Hinterkopf und lerne meine Figuren dadurch kennen, wie sie gerade so spontan miteinander interagieren.
  2. Aus dem Gefühl für die Figuren ergibt sich dann, wie sie handeln würden, wenn sie in bestimmte Situationen kämen. Ich überlege mir mithilfe der 15-Punkte-Struktur eine grobe Rahmenhandlung, die ich aus der Grundidee entwickle, mit der ich das Vorhaben für diese Geschichte überhaupt gefasst habe.
  3. Zweiseitige Zusammenfassungen der Geschichte aus Sicht der wichtigsten Figuren bringen mir Figuren und Handlung näher. Erste Eckdaten zu den einzelnen Figuren halte ich schonmal fest, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Später, wenn ich meine Pappenheimer kenne, brauche ich vielleicht nicht mehr nachzusehen. Aber gerade am Anfang war es hilfreich, nochmal zu Details nachlesen zu können.
  4. Ich beginne mit der ersten Etappe (das Set-Up) und überlege mir, welche Szenen die gewohnte Welt gut zeigen können. Wenn ich die erste Etappe runtergetippt und die Szenen skizziert habe, denke ich über die Szenen für die nächste Etappe nach.
  5. Ich schreibe meinen ersten Entwurf so gut es geht von vorne nach hinten und führe nebenher eine Kapitelliste mit den wichtigsten Eckdaten zu jeder Szene, um nicht den Überblick zu verlieren. Ich habe das Ende klar vor Augen, aber die meisten Szenen liegen im Nebel und je weiter ich von Kapitel zu Kapitel vordringe, desto klarer wird die Sicht auf sie. Dabei entdecke ich jede Szene für mich neu, weil ich vorher nur eine grobe Vorstellung hatte über den Ort, die handelnden Figuren und den zentralen Konflikt. Kurz gesagt, ich arbeite mich vom Groben zum Feinen durch und bastel an das erste bissl Text nach und nach in mehreren Schüben immer was dazu.
  6. Sobald ich irgendwo alleine nicht mehr weiterkomme, hole ich mir Feedback von meinen Kollegen aus dem Forum, die auch in den Schreibprojekten an ihren Romanen arbeiten. Dort poste ich kapitelweise meinen Roman. Den Chat nutze ich auch gerne, um über die Planung der nächsten Szenen zu fachsimpeln oder wenn ich mir unschlüssig bin, ob ich ein Kapitel auch wirklich brauche, dann hole ich mir diesbezüglich Rat.
  7. Da nur ausgewählte User des Forums auch bei den Schreibprojekten Zugriff haben, sind genügend Interessierte übrig, die ich später als Probeleser gewinnen kann. Aber davon bin ich im Augenblick noch weit entfernt, ich habe ja gerade erst richtig angefangen. Es gibt erst sechs Kapitel, die über den allerersten Entwurf hinausgekommen sind und die muss ich erst noch (mehrmals) überarbeiten. Viele weitere noch ganz neu entwerfen bzw vorher oder mittendrin planen.

Ich habe bei mir verschiedene Arbeitsmodi festgestellt, die ich nach Möglichkeit alle voll ausschöpfen will:

  • Wenn es ums Planen geht, dann plotte ich im Chat, ich stelle also Fragen zu Konflikten, die ich habe oder ich lasse mir Löcher in den Bauch fragen über meine Figuren und die Handlung. Das regt meine Phantasie an und ich komme in Schreibstimmung. Dazu muss ich aber auch aufnahmefähig sein, sonst raubt es mir den Schlaf.
  • Wenn ich – gerade bei fehlendem Schlaf – schreibwütig bin, dann lasse ich das möglichst gleich raus. Ich fange, falls mich mehrere anlachen, mit der frühestmöglichen Szene an und arbeite mich dann weiter nach hinten. Irgendwann ist alle und ich brauche dann auch bald Erholung.
  • In der dann folgenden Bastelstimmung fange ich an, die ersten Entwürfe nach und nach auszubauen. Hier sind Schreibdruck und Tempo nicht mehr so hoch, denn für das Basteln brauche ich keine zusätzliche Inspiration, da habe ich ja den bereits vorhandenen Text, an den ich anknüpfen kann.
  • Wenn ich Überarbeiten will, lasse ich den inneren Kritiker raus. Dazu ist es hilfreich, den Textabschnitt eine Weile nicht gelesen zu haben, damit er “fremd” wird. Sobald mein innerer Kritiker restlos zufrieden ist, hole ich ihm Verstärkung: In den Schreibprojekten kritisieren wir gegenseitig unsere werdenden Romane.
  • Da ich häufig Selbst- und Textzweifel bekomme, hat es sich bewährt, die Ergebnisse meiner einzelnen Arbeitsschritte getrennt zu sichern. So fällt nichts der Löscheritis zum Opfer und ich kann jederzeit zurückrudern und doch nochmal etwas aus einer früheren Version retten.

Meiner Erfahrung nach muss jeder seinen eigenen Arbeitsstil finden, der zu ihm passt. Ich habe bei verschiedenen erfolgreichen Autoren hier und da etwas abgeschaut, was für mich passend war.

Ich hadere nicht mit mir, weil ich jetzt gerade nicht meine neuen Szene anfangen kann, sondern tue das, was ich in meiner gegenwärtigen Stimmung gerade am besten tun kann – und wenn das Recherche ist.

Und ich rufe mir immer wieder ins Gedächtnis, dass die Zeit, in der ich mit etwas anderem beschäftigt bin (zB Bloggen, Essen, Einkaufen), von meinem Unterbewusstsein genutzt wird, um den Text weiter reifen zu lassen.

Ingo S. Anders

Ingo S. Anders

Ob das alles zum Erfolg führen wird, kann ich euch leider noch nicht sagen.

Aber es macht auf jeden Fall einen Riesenspaß!

Euer Ingo

PS: Streng genommen ist es bereits ein Erfolg, dass ich immer noch am Ball bin und noch nicht aufgegeben habe. Über die ersten dreißig Seiten war ich bei früheren Versuchen nicht hinausgekommen. So viel geplottet habe ich aber auch noch nie.

Ein kleiner Leitfaden für eine gute Kurzgeschichte



Als ich meine ersten Kurzgeschichten schreiben wollte, habe ich einfach drauflos geschrieben. Aber am Ende waren sie dann fast alle zu langweilig, oder zu vollgestopft, oder die Handlung war nicht ganz logisch, die Charaktere zu oberflächlich.

Also musste ich mir zu aller erst die Frage stellen:

Worum geht es beim Schreiben einer Kurzgeschichte?

Kurzgeschichten gehören zur literarischen Form der Prosa. Die Sprache ist also nicht gereimt, besonders rhythmisch oder ähnliches. Und wie der Name schon sagt handelt es sich ganz schlicht um eine kurze Geschichte.

Wichtig dabei ist, dass der Fokus dieser Geschichte nicht etwa wie bei einem Roman auf einer ganzen Heldenreise, einer Entwicklung, einer Vielzahl von Ereignissen etc. liegt. Die Handlung einer Kurzgeschichte konzentriert sich auf eine bestimmte Situation, auf ein bestimmtes Ereignis, das möglichst spannend, dramatisch, emotional, lustig, romantisch etc. ist.

Also in einer Kurzgeschichte wird nicht beschrieben, wie Finn sich beim Abschlussball plötzlich in Lisa verliebt, die beiden nach diesem Abend aber getrennte Wege gehen, Finn dann monatelang nach ihr sucht, er während seinem Roadtrip in einen Raubüberfall verwickelt wird, sich mit seinem ehemaligen Erzfeind versöhnt, er einen streunenden Hund aufnimmt etc. und Lisa schließlich doch lesbisch war, woraufhin Finn in eine Sinnkrise verfällt, Depressionen bekommt und nach Amerika auswandert..

Das könnte man nur dann in eine Kurzgeschichte packen, wenn man jedes Ereignis nur ganz knapp und ohne viel Details und andere Charaktere beschriebe. Allerdings wäre das dann, wenn überhaupt, nur halb so gut, wie wenn man das ganze in einen Roman gepackt hätte.

Stattdessen könnte es in einer Kurzgeschichte nur um den Moment gehen, in dem Finn herausfindet, dass das Mädchen, in das er verliebt ist, nicht auf Männer steht und was das mit seiner Gefühlswelt anstellt. Oder man konzentriert sich darauf, wie Finn merkt, dass er viel mehr für Lisa empfindet als bisher gedacht.

Wie gehe ich vor beim Schreiben einer Kurzgeschichte?

Bei mir beginnt meistens alles mit einer Idee, die ich habe. Meistens ist es eine Szene, die sich in meinem Kopf abspielt, oder ich lasse mich vom Leben selbst inspirieren.

Die schreibe ich mir dann zuerst auf. Egal ob es ein Thema, ein Charakter usw. ist, was mir einfällt, ich schreibe es so genau wie möglich auf. Dann sammle ich weitere Ideen. Hier mache ich mir oft Mind-Maps.

Wenn ich hier schon merke, dass es zu viele Ideen, Charaktere, Ereignisse für eine Kurzgeschichte sind, dann überlege ich mir, worauf ich den Fokus setzen will und kürze alles andere raus.

Dann schreibe ich zu jedem Charakter einen Steckbrief mit allen Informationen, die für die Kurzgeschichte wichtig sind. Dabei sind unter Umständen auch Dinge aus der Vergangenheit wichtig, die in der Kurzgeschichte gar nicht erwähnt werden. Die den Charakter aber zu dem Menschen machen, die er zum Zeitpunkt der Handlung sein soll.

Und schließlich schreibe ich mir auf, was genau und wann passieren soll. Dabei überlege ich mir auch, aus welcher Perspektive die Kurgeschichte geschrieben wird.
Und dann formuliere ich das ganze aus.

So habe ich das zumindest eine Zeit lang gemacht. Mittlerweile reichen mir manchmal (nicht immer) auch grobe Stichpunkte zu meinen Ideen, um eine gute Kurzgeschichte zu schreiben. Aber das hängt oft vom Tag, meiner Stimmung und der Idee selbst ab :D.

(Eine Kurzgeschichte hat bestimmte Merkmale, worauf man beim Schreiben achten sollte. Darauf gehe ich bei diesem Artikel allerdings nicht ein, da zu diesem Thema noch ein anderer Beitrag kommt.)

Ich hoffe, ihr könnt aus meinem Beitrag etwas für das Schreiben einer Kurzgeschichte mitnehmen!

Viele Grüße und vor allem viel Spaß beim Kurzgeschichten schreiben,

Wolverine ^_^

Bild lizenzfrei von: canstockphoto.ch

Autor werden – am Ball bleiben und wenn es noch so aussichtslos erscheint!

Eine meiner größten Motivationsquellen beim Schreiben ist die These von James N.Frey einem Schreibcoach und Autor aus den Vereinigten Staaten, dass man einen Roman in 42 Wochen schreiben kann. Mit seiner Theorie davon, wie einfach es ist einen kompletten Roman mit allen Schaffensphasen in einem Jahr zu schreiben, hat er mich vor vielen Jahren selbst gefangen.

Wie einfach es ist einen Roman zu schreiben und diesen zu veröffentlichen erkennt man an dieser einfachen und einleuchtenden Aufzählung.

Natürlich werden Profis die Nase rümpfen und sagen, nur aufgrund der Zahlen schreibt sich kein einziger Roman. Ja, das will ich nicht bestreiten, jedoch ist gerade Zeit ein wichtiger Faktor um überhaupt ein mal anzufangen.

Worauf wartest du? Vielleicht helfen dir diese Zahlen von James N.Frey zu verstehen, dass alles möglich ist:

Arithmetik des Romanschreibens oder: Bleiben Sie unbedingt am Ball und halten Sie durch, selbst wenn Sie einen Kater haben

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Maurerblockade

Ich bin liiert mit einem Konzeptautor. Dieser hat mir, als ich mitten in der schönsten Schreibblockade steckte, ordentlich den Kopf gewaschen. “Stell dir mal vor, ein Maurer sagt zu seinem Chef ‘Tja, Chef, heute ist ganz schlecht … Ich kann die Kelle kaum heben. Maurerblockade’, und der Chef sagt dann ‘Ja, Jung, kann ich verstehen. Sag Bescheid, wenn Du wieder kannst’, und tätschelt ihm sanft die Schulter. Wie wahrscheinlich ist das denn?”

Schreiben ist ein Beruf wie jeder andere auch und niemand anders hat großartige Blockaden, wenn es darum geht, seinen Beruf auszuüben. Ein Koch mit Schneideblockade, ein Briefträger mit Einwurfblockade, wo kämen wir denn dahin?

Es gibt eine Möglichkeit, was man tun kann, um wieder in Schreibfluss zu kommen. Man fängt erstmal mit irgendeinem Wort an, zum Beispiel Maurerblockade. Das muss nicht toll sein, das muss nicht schön sein, das muss keinen Sinn ergeben. Einfach nur ein Wort.

Maurerblockade.

Dann schreibt man fünf weitere Wörter, irgendwelche.

Maurerblockade.

Abfluss.

Gardine.

Reinigen.

Kohldampf.

Hut.

Dann fängt man an, aus irgendeinem der Wörter einen Satz zu bilden.

Abfluss reinigen ist wichtig, wenn das Klo verstopft ist.

Jetzt haben wir schon einen ganzen Satz. Weitere fünf Sätze.

Abfluss reinigen ist wichtig, wenn das Klo verstopft ist. Gardinen reinigen ist nicht so häufig notwendig, das reicht einmal im Jahr. Ich trage keinen Hut, wenn ich die Gardinen abhänge. Es ist mir egal, wenn diese Sätze lächerlich sein sollten, sie dienen lediglich der Demonstration. Es ist besser, ich schreibe blödsinnige Sätze als gar keine. Und jetzt habe ich schon einen ganzen Absatz geschrieben.

Ihr merkt, jetzt bin ich schon von einem einzelnen Wort zu mehreren Sätzen gekommen. Aus diesem Absatz kann eine Seite werden oder mehr. Viele Autoren brauchen ein paar Sätze oder eine halbe Seite, um sich erstmal warmzuschreiben und streichen diese später ersatzlos.

Ich wünsche euch viel Erfolg dabei, euch aus eurer nächsten Schreibblockade herauszuschreiben.

Euer Ingo

Ingo S. Anders

Ingo S. Anders

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