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Autorinnen und Autoren im Netz

Kategorie: Kreativität und Inspiration

Krisenschreiben

Heute geht es um das Krisenschreiben. Schreiben in der Krise. Kriselndes Schreiben während die Krise das Schreiben hemmt. So in etwa. Eine Krise im Schreiben, oder das Schreiben in der Krise? Oder gar, eine Krise und das Schreiben? Ein Krisenschreiben kann immer geschehen. Eine abgesagte Hochzeit ist eine Krise. Ein Ehebruch ist eine Krise. Ein Todesfall ist eine Krise. Hunderttausend Todesfälle sind eine Krise. Die Krise ist ein schwammiger Begriff. Sie reicht vom Tod des hauseigenen Hamsters bis zum Wirtschaftscrash. Aber, kann der Autor in der Krise schreiben? Über was schreibt er? Über die Krise? Oder über seine Krise, die aus der allgemeinen Krise entwächst? Wird das Schreiben nicht doch ein klein wenig sinnlos in Anbetracht der Krise?

Was ist Krisenschreiben? Einige weltberühmte Autoren würden das Krisenschreiben wohl als reinen Quell der Kreativität beschreiben. Andere würden das Krisenschreiben als Medizin zur Linderung der Krise einstufen. Wieder andere würden die Krise als schreibhemmend charakterisieren. Krisenschreiben ist wohl genauso individuell und abstrakt, wie die Krise und das Schreiben. Doch … gibt es das überhaupt? Gibt es ein Schreiben ohne Krise?
Liebe Schreibkommune, Saigel steckt wohl gerade mitten im Krisenschreiben. Aber sie ist zurück. Sie schreibt. Das reicht.

Eure Saigel

Saigels Irr(e)lichter – Das Schreibtalent

Da sitzen wir nun auf unseren Betten, Sofas, Sesseln, Küchen- oder Gartenstühlen und halten dieses eine Buch in den Händen, das uns zeigt, wie weit wir selbst noch davon entfernt sind, ein herausragender Schriftsteller zu sein. Diese Talente, die wir bewundern, können alles. Jeder Satz ist perfekt, jedes Wort passend, die Geschichte logisch und nahtlos. Selbst Michael Endes Büchernörgele würde nichts anderes übrig bleiben, als freudigen Lobgesang anzustimmen.

Doch, sind es denn tatsächlich die Talente, die uns begeistern? Gibt es einen Autor, der über Nacht den Entschluss fasste, Autor zu werden und dies sogleich am darauffolgenden Morgen mit Leichtigkeit in die Tat umsetzte? Wohl kaum.

Diese Idee vom angeborenen Talent, welche in unseren Köpfen auf ganz romantische Art und Weise existiert ist wohl der Wahrheit nicht sehr nahe. Selbst ein großer Molière genoss eine schreiberische Ausbildung auf hohem Niveau. Dann gibt es natürlich auch die Quereinsteiger wie Thomas Mann, die allerdings auch erst ihr Handwerk erlernen mussten. Talent ist etwas, das uns in die Wiege gelegt wird. Es gibt bestimmt viele Menschen da draußen mit schreiberischem Talent, welches sie allerdings nicht nutzen. Erst ein ausgebautes Talent, welches vertieft und mit Wissen bereichert wurde, kann sich so vortrefflich entfalten, dass es uns den Atem zu rauben vermag.

Ich glaube, die Bewunderung von Talent sollten wir uns abgewöhnen. Wir sollten Arbeit und Eifer bewundern, Hartnäckigkeit, die auch in den dunkelsten Stunden nicht mit dem Leuchten aufgehört hat. Um ein Buch zu beenden braucht es mehr als Talent, es braucht Durchhaltevermögen und Geduld, Handwerkswissen und einen ausgearbeiteten Stil und noch vieles mehr. Dies sagt uns, dass das Gelesene nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt worden ist, was unsere Bewunderung nicht schmälern, sondern verstärken sollte.

Genauso können manche vielleicht mit dieser Erklärung von dem Gedanken Abstand nehmen, dass ihnen das nötige Talent zum Schreiben fehlt.

 

Eure Saigel und viele Grüße an Yvonne, die mir netterweise den Klau ihrer Idee gestattete

Saigels Irr(e)lichter – Exilschreiben

Immer wieder frage ich mich, ob es klare Abgrenzung geben kann zwischen „für sich selbst schreiben“ und „für andere schreiben“. Ich schreibe viele Texte. Nur einen kleinen Bruchteil dessen, was sich in meinen verstaubten Schubladen befindet, erreicht die Augen des Lesers. Manche der veröffentlichten Texte wären mir lieber privat geblieben. Mache der privaten Texte sähe ich gerne veröffentlicht.
Zunächst, hat der Hobbyautor das nicht immer selbst in der Hand. Der Leser ist keine Selbstverständlichkeit. Er muss sich erst finden lassen. Allerdings ist oftmals der Wille nicht gegeben, den eigenen Text zu teilen.
Entweder ist er noch nicht „gut“ genug. Insbesondere das Verbessern von Texten, das bis in die Unendlichkeit reichen kann, ist eine Eigenschaft, die wohl jeder Autor mehr oder weniger in sich trägt. Oder der Text ist etwas Persönliches. Etwas, das nicht genug verschleiert werden kann und auf einen privaten Umstand oder eine individuelle Eigenschaft verweist, die nicht das breitere Publikum erreichen soll.
So zieht sich der Autor folglich in sein Exil zurück. Dort schreibt er Jahre lang nur für sich. Er tapeziert die Wände mit Texten, hängt Buchstaben an die Decke und läuft auf verworfenen Ideen hin und her. Stets den Kugelschreiber im Mundwinkel, auf dem er nachdenklich herumkaut.
Doch dann wechselt irgendwann seine Stimmung. Er möchte hinaus, er möchte wissen, ob sein Exil nur Einbildung ist, oder ob es einige der verworfenen Ideen vielleicht doch mit an die Wand schaffen sollten.
Diese Neugier, dieses Streben nach Anerkennung der eigenen Texte ist schwer zu beschreiben. Vielleicht hat es etwas mit der vielen Arbeit zu tun, die in die unzähligen Texte investiert wurde. Vielleicht ist es auch der Drang sich selbst in neuem Licht darzustellen. Vielleicht ist es auch schlicht die Neugier, wie die eigenen Texte im Vergleich zu anderen abschneiden.
Eines ist jedoch gewiss: ganz gleich, wie oft der Autor aus seinem Exil herauskommt und ganz egal, wie viele Texte er daraus mit nimmt. Er wird immer wieder dorthin zurückkehren. Manchmal, um nur ein paar Stunden in der eigenen Gedankenwelt zu verweilen. Manchmal, um sekundenschnell einen bestimmten Text aus den Papierbergen hervorzukramen. Manchmal, um jahrelang die Tür hinter sich zu verschließen.

Eure Saigel

Lernen vom Beobachten? – Weiterentwicklung beim Schreiben?

Lernen vom Beobachten… Geht das?

Ich finde schon. Denn ich habe es selbst bei mir festgestellt, dass ich während meines Alltages fast schon unbewusst die Interaktionen meiner Mitmenschen beobachte. Dazu gehört neben der Mimik und der Körpersprache auch die Sprache an sich, die dies alles abrundet.

Aber die Interaktionen zwischen den Menschen ist nur eine Seite der Medaille, die andere Seite sind so simple Sachen wie vorbeifahrende Autos, Züge oder ähnliches….

Dieser Bereich des Schreibens überschneidet sich allerdings auch mit der Findung von Inspiration, aber dies soll hier nicht behandelt werden.

Aus meiner Sicht lernt man aus diesen alltäglichen Dingen des Begutachtens mit der ein oder anderen Situation bei seinen eigenen Projekten in irgendeiner Stelle weiterzukommen.

Denn manchmal kommt eine Situation und bricht das Eis und das Schreiben beginnt von vorne… Und ich bin ehrlich, die ein oder andere Begebenheit ist in abgewandelter Form in meine Texte gekommen sind. Und das sind die unterschiedlichsten Sachen wie Charakterzüge, kurz beobachtete Szenarien oder einfach nur ein Wort. Dies alles ist so unbewusst bei mir geschehen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal mehr wirklich die Details weiß und woher ich dann den Anstoß für’s weiterschreiben hatte. Wichtig für mich ist einfach die Veränderung des Blickwinkels.

Der Text hier soll nicht nur ein kurzer Einblick auf das sein was ich mir erarbeitet habe. Nein, diese Worte schrieb ich nieder um dem ein oder anderen Leser die Möglichkeit zu bieten auch seinen Blickwinkel zu verändern bzw. einfach nur ein wenig zu verrutschen.

Wie und wo finde ich meine Inspiration?

Häufig finde ich, trotz stressigem Alltag, in den 24 Stunden eines Tages die eine oder andere freie Minute, um mich dem Schreiben zu widmen.
Dann mache ich es mir meist auf meiner Couch mit etlichen Schreibutensilien (Laptop, Block und Stift) bequem. Das macht vielleicht nicht jeder, für mich ist dies jedoch ein Ort an dem ich schon die eine oder andere Seite niedergeschrieben habe.
Sobald ich es mir dann endlich gemütlich gemacht habe und alles vorbereitet ist, kommt es auch mal vor, dass ich vor dem leeren Blatt oder digitalen Dokument sitze und sich partout nichts einstellen will.

Je länger ich auf die leere Seite schaue, umso mehr macht sich in mir dann Panik breit. Die ganze Motivation und die Inspiration, die sich angestaut hatten, sind mit einem Mal wie verflogen und ich stehe gefühlt vor einer unsichtbaren Mauer.

So … oder so ähnlich habe ich es schon öfter erlebt, wobei ich mich dann fragte, wohin meine Ambitionen verschwunden waren.
Vor allem, wenn ich merkte, das sich die Motivation wieder ankündigte, aber der Funken der Inspiration ausblieb.
So begab ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten, die mir als Inspiration dienen könnten.

Es folgte eine Zeit, in der ich die unterschiedlichsten Konzepte ausprobierte, doch am Anfang kam ich meiner Suche einfach nicht weiter.
Irgendwann wurde mir klar, dass ich mich doch mal aus meiner “Komfortzone” herauswagen musste.
Verschiedene Gespräche mit Mitstreitern folgten. Und schon bald hatte ich den unterschiedliche Tipps erhalten, die ich, so gut es ging, umzusetzen versuchte. Einige dieser Vorschläge waren zum Beispiel vollkommene Stille, Musik im Hintergrund oder in einem Café zu schreiben.

Die Zeit des Austestens und der Suche allgemein dauerte einige Monate und sie dauert sogar noch an. Bald fand ich für mich heraus, dass ich unter folgenden Umständen von der Inspiration heimgesucht werde:

  1. beim Musikhören (hier habe ich herausgefunden, dass ich je nach Szene eine andere Musik benötige)
  2. Fotografieren
  3. beim Schauen von der einen oder anderen Serie bzw. eines Filmes
  4. dem Beobachten meiner Umwelt (hierbei spielt es keine Rolle, ob ich im Café sitze oder einfach meine Mitmenschen beobachte)
  5. durch Lesen der Werke von anderen Autoren, die das Handwerk teilweise bereits länger betreiben
  6. Spaziergänge oder Besuche von etwaigen Lokalitäten (bei letzterem kann es ein Besuch im Zoo oder ein Museum sein)

Allerdings musste ich in der Zwischenzeit auch feststellen, dass das, was mir hilft, nicht jedem gleichermaßen zur Inspiration führt.
Auch hier brauchte ich Zeit, um mir selbst einzugestehen, dass sich die anderen Schreiber bereits weiter entwickelt hat als ich oder sich noch mitten in der Suche befand oder gar noch ganz am Anfang war.

Wenn ich ehrlich bin, war ich in der Zwischenzeit auch ein wenig frustriert darüber, dass ich für das Finden der Inspiration kein ultimatives Rezept erhalten habe.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die einzige Person bin, der es so erging oder ergehen wird.

Mittlerweile kann ich nur raten, Geduld mitzubringen und den Weg der Inspiration stetig zu gehen, auch wenn man hin und wieder kurz davor steht, aufzugeben.

Wenn die Schreibblockade zuschlägt

Wenn die Schreibblockade zuschlägt, kommt sie in den meisten Fällen ohne irgendeine Ankündigung und dann meist auch nicht nur auf einen kleinen Kaffeeklatsch. Sie kündigt auch nicht an wie lange sie bei einem verweilt. So können Tage, Wochen oder gar Monate vergehen in denen man nichts zustande bringt.
Immer wieder setzt man sich hin, nimmt sich Block wahlweise ein Notizbuch zur Hand und einen Stift, den man hierfür gerne nutzt, oder eines jener technischen Hilfsmittel und bekommt doch nichts zustande.
Meist der Kopf einfach nur leer oder aber es kreisen einem so viele Gedanken und Ideen durcheinander, dass man sich auf nichts richtig konzentrieren kann.

Wer zum ersten Mal sich in einer solchen Blockade steckt, ist nach einer gewissen Zeit der Verzweiflung nahe.
Es werden Bücher gewälzt, Bekannte um Rat gefragt und etliche Foren und sonstige Internetseiten befragt bis einem der Kopf qualmt.
All die Informationen, die man sich mühsam zusammen gesammelt hat, überfordern teilweise, dass man nicht weiß, wo man am besten anfängt.
Also steht man noch immer da und weiß nicht so recht wie man aus der Zwickmühle der Schreibblockade herauskommen soll.

Aus eigener Erfahrung und nach etlichen Gesprächen mit Gleichgesinnten ist der Weg diese Hürde des Schreibens zu überwinden ein Prozess, der Zeit benötigt. Denn was jemand anderem hilft, hilft einem selbst häufig nicht weiter.
Ich selbst habe mittlerweile um die 5 oder 6 Möglichkeiten erarbeitet um die Leere im Kopf zu vertreiben oder gar die verrückt spielenden Gedanken wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wie schon angedeutet gibt es sozusagen 1001 Wege um mit der Blockade umzugehen bzw. sie zu überwinden. Die Geläufigsten, die sich mir offenbart haben, sind wie folgt:
1. ein gutes Buch lesen um sich Inspiration zu holen
2. Musik hören, am besten die, die einem gut tut
3. Spaziergänge
4. Fotografieren
5. sonstige Unternehmungen (das können Kinobesuche, Konzerte oder einfach nur Treffen mit Freunden sein)
6. der Besuch im Schwimmbad (egal ob Frei- oder Hallenbad)
7. Sport

Für all jene, die sich jedoch das lange Suchen im Internet sparen möchten, habe ich mal einige Links zusammengestellt, die den ein oder anderen Tipp bereithalten die Schreibblockade zu überwinden. Ebenso habe ich nach einigen Buchtiteln Ausschau gehalten, die einigermaßen vielversprechend klingen.
Wie folgt eine kleine Auswahl der im Internet recherchierten Links:
1) https://karrierebibel.de/schreibblockade/
2) https://www.leselupe.de/schreibblockade.php
3) https://www.kreativesdenken.com/artikel/schreibblockade-den-schrecken-nehmen.html
4) https://www.arbeitstipps.de/schreibblockade-ueberwinden-5-tipps.html

Neben dem recherchieren im Internet gibt es auch Bücher, die sich mit der Schreibblockade beschäftigen. Hier mal ein paar Bücher zum reinlesen:
1) Keine Angst vor dem Leeren Blatt von Otto Kruse
2) Tipps und Tricks bei Schreibblockaden von Helga Esselborn-Krumbiegel
3) Umgang mit Schreibblockaden und Methoden, diese zu überwinden von Lena Andrikowski
4) Die Einsamkeit des Schreibers: Wie Schreibblockaden entstehen und erfolgreich bearbeitet werden können von Gisbert Keseling

Wozu Schreibspiele führen können: Eine Ein-Satz-Geschichte

Es war einmal eine hässliche, hirnlose Schmeißfliege. Sie lebte in einem weit entfernten Königreich im Schweinestall des Schlosses. Der Schweinehirt war unsterblich in sie verliebt. Immer, wenn ihm die Schmeißfliege um die Nase surrte, machte sein Herz einen Hüpfer vor Freude.

Und dann atmete er sie ein. Nun war sie noch näher bei seinem Herzen, das vor Wonne gegen seine Rippen trommelte.

Die Prinzessin beobachtete dies in rasender Eifersucht. Sie stürmte ihm rasend entgegen, stolperte aber über eine quiekende Sau. Obwohl sie es nicht wusste, rettete die Sau dem Hirten damit das Leben, denn so traf das Messer, das die Prinzessin ihm ins Herz rammen wollte, nur seinen Fuß. “Verdammter Scheißdreck!”, fluchte die Prinzessin.

Der Schweinehirte brach über ihr zusammen. Die Fliege summte immer noch durch seine Lunge und suchte nach dem Ausgang oder wenigstens einer Tasse Kaffee.

Die Prinzessin bekam unter der Last kaum Luft, freute sich jedoch über so viel Körperkontakt zu ihrem Angebeteten und drehte sich um, um die Lage zu ihren Gunsten auszunutzen.

Er erbrach die Fliege zwischen ihre zum Kuss gespitzten Lippen.

Sie verzog angeekelt das Gesicht und spuckte die Fliege in eine Ecke mit Schweinemist, hielt dabei aber ihren Liebsten mit kräftigem Griff an den Oberarmen fest.

Derweil gönnte die Sau sich seinen Fuß.

“Summ”, sagte die Fliege.

Die Augen der Prinzessin weiteten sich vor Erschrecken, als sie sah, was mit dem Fuß des Schweinehirten vor sich ging.

Der Fuß interessierte den Hirten aber kaum, schließlich hatte sich die Fliege gerade den Kopf gestoßen! Plötzlich musste er mitansehen, wie eine andere Fliege vorbeikam und beide Insekten sich heißblütig aufeinander stürzten.

Wie paralysiert starrte die Prinzessin auf den Fuß.

Wutentbrannt nahm der Hirte die auf dem Boden liegende Fliegenklatsche und erschlug die beiden brünstigen Schmeißfliegen.

“Ewald”, hauchte die Prinzessin entzückt.

Ewald drehte sich zu ihr um und sah, dass er ein Messer und ein Schwein in seinem Fuß stecken hatte. Ihr Atem roch nach frischem Kaffee. “Isolde.” Ewald musste sich jetzt zwischen Isolde und seinem Fuß entscheiden. Während er nachdachte, kam seine Sekretärin herein und fragte: “Möchtest du einen Kaffee?”

Das Messer nahm die Prinzessin wieder an sich.

Die Sekretärin wurde leichenblass und verließ wieder den Raum.

Fröhlich sprudelte das Blut aus Ewalds Fuß.

Im Büro des Schweinehirten wählte die Sekretärin den Notruf und sagte: “Isolde hier, bitte schicken Sie schnell einen Krankenwagen!”

ENDE.

Diese Geschichte haben wir erstellt, in dem wir zu dritt nacheinander jeweils einen Satz geschrieben haben. Wenn ihr Lust habt, sie fortzusetzen, könnt ihr das gleich hier in den Kommentaren tun! Aber bitte jeder nur einen Satz, danke. 🙂

Der Aufbau einer Rezension


Viele machen sich Gedanken über die „perfekte“ Rezension. Sie durchstöbern hierfür die unterschiedlichsten Plattformen, fragen Google oder machen sonstwas, um das, was sie schreiben möchten, so gut wie möglich rüberzubringen.

Doch in meinen Augen gibt es nicht die „perfekte“ Rezension sondern eine, die mein Interesse an der Handlung des Buches weckt und mich dazu veranlasst, das Buch zu holen oder auf meine Wunschliste zu setzen.

Also habe ich mich auch mal hingesetzt, um zu sehen, was macht die Rezension bzw. den Aufbau eigentlich aus.

Ich muss gestehen, dass ich nicht das fand, was mich zu 100 % überzeugt hat. Darüber hinaus gebe ich zu, dass ich auf der einen oder anderen Internetseite etwas gefunden habe, was mich hat hellhörig werden lassen.

Hier mal eine kleine Zusammenfassung von dem, was einem helfen kann eine Rezension zu schreiben und sich von Mal zu Mal zu verbessern.

Die Rezension im Kurzen

Die Rezension an sich ist eine kurze Inhaltsangabe eines Buches, welche eine Erläuterung der eigenen Meinung zu dem Gelesenen wiedergibt.

Sie besteht aus folgenden Elementen:

  1. Überschrift
  2. Einleitung
  3. Hauptteil
  4. Schluss

Im Grunde ähnlich aufgebaut wie Kurzgeschichten, Romane und die altbekannten Aufsätze aus der Schulzeit.

Nun zu den einzelnen Elementen der Rezension:

       1. Die Überschrift

Hier notiert man den Autor und den Titel des Buches, das man gelesen hat.

        2. Die Einleitung

In der Einleitung stehen Informationen über das Buch. Hierzu gehören:

  1. Erscheinungstermin und Verlag
  2. Umfang (Seitenanzahl)
  3. Erstlingswerk eines Autors oder weitere Titel (Bibliographie)
  4. Teil einer Buchreihe
  5. Biographische Informationen zum Autor
  6. Buchart (Taschenbuch, Hardcover, ebook, Hörbuch, etc.)

Vielleicht kann man hier auch den einen oder anderen Punkt zusammenführen oder mit Links erweitern. Vor allem das Recherchieren von Links benötigt Zeit, reduziert jedoch die Länge des Textes und bringt den Leser des Artikels dazu, sich ein wenig umzusehen.

       3. Der Hauptteil

Hier findet der Leser eine grobe Zusammenfassung der Handlung. Allerdings ist hier darauf zu achten, dass man nicht zuviel verrät. Am besten funktioniert es, sich an den Highlights entlangzuschreiben, aber nicht das Ende zu verraten.

Die Hauptfiguren (Protagonist/Antagonist) darf man natürlich nicht vergessen, denn die machen den Roman ja aus.

Auf Schreibstil des Autoren, Stilmittel und Spannungsaufbau sollte man ebenso eingehen, doch die Intensität kann variieren.

Äußert man Lob oder Kritik, sollte daran denken, diese Punkte auch zu begründen.

       4. Der Schluss oder auch die Leseempfehlung

Hier sollte man darauf eingehen, wem das Buch gefallen könnte und wem nicht. Ein Vergleich mit anderen Büchern hilft dem Leser der Rezension dabei, Vergleiche zu ziehen und zu entscheiden, ob ihn das Buch interessieren könnte. Hierbei macht es in meinen Augen nicht den Unterschied, ob man sich das Buch in einer Buchhandlung oder via Internet kauft oder einfach nur ausleiht.

Hat die Handlung indes nicht gefallen haben, sollte man die Begründung der Kritik nochmals in einer abgewandelten Form erneut aufgreifen.

Wie finde ich den perfekten Reim?

Zu einem guten Gedicht gehören definitiv gute Reime. Wenn da nur “Haus – Maus – Reime” zu finden sind, ist das Gedicht sofort langweilig. Die Reime sollten anspruchsvoll, interessant und kreativ sein. Doch wie finde ich so einen Reim?

Um das herauszufinden, schauen wir uns dazu mal die Definition, die Funktion und verschiedene Reimarten an.

Definition

  • Verbindung von Wörtern mit ähnlichem Klang
  • Gleichklang eines betonten Vokals und der ihm folgenden Laute

Funktion

  • Gedicht zusätzlich zu Metrum Struktur geben
  • Bildet due Ästhehtik der Lyrik
  • Vor allem dann überzeugend, wenn Reimwörter in ihrer Bedeutung und Konnotation weit auseinander liegen
  • Karl Kraus: Reim umso besser, je mehr „Widerstand“ er zu überwinden hat àB. einsilbiges Wort reimt sich auf mehrsilbiges/ beide Reimwörter aus unterschiedlichen sprachlichen Bereichen
  • Gereimtes bleibt besser im Gedächtnis –> im Mittelalter wurden Botschaften oft gereimt übermittelt

Reimformen (ausgewählte)

  • Männliche Reimform
    • Stumpf, einsilbig
    • Zeile endet auf einer betonten Silbe
    • Auch Maskulinus genannt
  • Weibliche Reimform
    • Klingend, zweisilbig
    • Beide Zeile enden auf reimende Silben, erste betont, zweite unbetont
    • Auch Femininus genannt
  •  Gleitend/reich
    • Dreisilbig
    • Beide Zeilen reimen auf drei Silben, jeweils erste betont

Stellung im Vers

  • Endreim/Ausgangsreim
    • Reimwort steht am Ende des Verses
    • Häufigste Reimform
  • Binnenreim
    • Reimworte stehen ganz/teilweise im Innern des Verses
    • Innenreim/Inreim: Reimweorte am Versende oder im Versinnern desselben Verses
    • Mittelreim: Reimworte stehen im Innern von Versen, die aufeinander folgen
    • Mittenreim: ein Wort, das am Versende steht, reimt sich mit einem Wort, das im Innern des folgenden oder voranstehenden Verses liegt
    • Schlagreim: Es folgen Worte die sich reimen sofort aufeinander (z.B: Echoreim, Übergehender Reim)
  • Anfangsreim:
    • Die ersten Worte des zweiten Verses reimen sich

Reiner / Unreiner Reim

  • Reiner Reim: sich reimende Teile der Worte sind genau gleich (Beispiel: Hose – Rose, stehen – gehen)
  • Unreiner Reim: sich reimende Teile stimmen nur annähernd überein (Beispiel: Gewalt – Gestalt, kühn – hin)

Zusammenfassung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, in einem Gedicht zu reimen.
Dabei spielt eine Rolle, wo die sich reimenden Wort befinden. Außerdem gibt es eine Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Reimen, die zum Beispiel Auswirkung auf die Stimmung des Gedichts haben kann.
Den Klang verändert, ob ein Reim männlich” oder “weiblich ist, je nachdem, welche Silben betont sind. Einen guten Reim macht aus, dass er anspruchsvoll ist, nicht nur die “0815-Reime” wie Haus – Maus, Hut – Gut. Das kann auch mal passen, aber interessante Reime bekommt man, wenn die sich reimenden Worte eine unterschiedliche Anzahl an Silben haben, oder sie aus unterschiedlichen Bereichen der Sprache sind.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte euch den Reim etwas näher bringen. Probiert doch einfach mal verschiedene Reimarten aus, manche sind vielleicht schwieriger, andere leichter.

Viel Spaß dabei,
Wolverine ^-^

P.S.: Hier ein Link zum Gedicht “Der Reim” von Karl Kraus (lohnt sich :D)
https://de.wikisource.org/wiki/Der_Reim_(Kraus)


							
	

Die noch übrig blieben – ein Gedicht

Wir waren manche von vielen,

die das Leben liebten,

wir waren einer von manchen,

die noch übrig blieben,

wir haben oft schon getrauert,

und immer wieder wird uns klar,

wir ham die Zeit überdauert,

so schön wie sie war.

Wir werden immer bleiben,

so haben wir gehofft,

haben dafür gekämpft,

verloren haben wir oft.

Aber was sind schon Kriege,

wenn ich doch weiß,

es gibt Menschen die da sind,

immer und um jeden Preis.

Es gab Zeiten, in denen wir glaubten,

wir könnten fliegen und uns alles erlaubten,

Es gab manche, die haben erkannt,

und andere sind in Fehlern verbrannt

Wie wichtig sind Austausch und Feedback?

Jeder Schreibende stellt sich irgendwann die Frage, wie wichtig Austausch und Feedback sind. Viele, nicht alle, grübeln darüber, ob sie sich in einem Forum anmelden oder einer Gruppe beitreten sollen, die es im Internet zuhauf gibt.

Genauso hat es bei mir angefangen. Ich suchte und kam in Foren an, in deren Gemeinschaft ich meinen Platz finden musste und auch fand.

Es folgten Jahre, in denen ich dann mit vielen Mitgliedern im Forum Kontakt hielt. Ebenso fand ich auf Messen oder bei Lesungen Menschen mit den gleichen Interessen, mit denen ich mich austauschte. Einigen gab ich dann auch mal den einen oder anderen Text zum Lesen. Daraufhin habe ich auch Resonanzen bekommen. Durch beides bin ich in den letzten Jahren gewachsen.

So geht es jedem, der sich dem Austausch und dem Feedback öffnet.

Als ich mich für diesen Beitrag entschied, habe ich mir überlegt, was die beiden Begriffe verbindet, was sie ausmacht oder wie sie aufgenommen werden. Folgend habe ich verschiedene Punkte zusammengetragen, die für mich zu Austausch und Feedback gehören.

Als erstes will ich aufzeigen, was die beiden Begriffe an sich ausmacht.

Der Austausch

Der Austausch ist gegenseitig und ergibt sich im Verlauf von Gesprächen. Auch gibt er dem Schreibenden die Möglichkeit, Schreibblockaden zu überwinden, indem er sich Rat bei Gleichgesinnten holt. Ebenso hilft der Austausch dabei, andere Stellen für Recherchearbeiten zu finden, die man selbst nicht in Betracht gezogen hat. Ebenso dient er dazu, den Kopf freizubekommen und regt meist nach Abschluss zum Nachdenken an.

Das Feedback

Das Feedback ist eine direkte  Rückmeldung auf einen Text, egal ob es sich um einen Ausschnitt oder um eine komplette Version handelt. Meist beruht diese Form der Textarbeit auf Gegenseitigkeit zweier oder mehrerer Parteien und wird direkt eingefordert.
Durch die Resonanz anderer Personen lernt der Schreibende deren Sichtweisen kennen und kann so die eigene Wahrnehmung des Geschriebenen ein wenig abändern.
Die aufgeführten Punkte zu dem Begriff des Feedbacks sind Resultate, die einen Autoren, egal ob er das Schreiben als Hobby oder beruflich betreibt, in seinem Schaffen weiterbringen.

Auch wenn es scheint, als ob die beiden Begriffe nichts miteinander zu tun haben, sind sie doch miteinander verbunden. Es ist vielleicht nur nicht ganz so offensichtlich.
In den letzten Jahren habe ich ebendiese Erfahrung machen können. So sehr ein Feedback auch am eigenen Ego kratzte, so heilsam waren die Momente des Austausches – die Wundsalbe, die ich gebraucht habe.
Manchmal meint man nach einem besnders niederschmetternden Feedback, dass man mit seinem Werk, das man niedergeschrieben hat, vollkommen daneben liegt, aber wenn man sich selbst ein wenig Zeit lässt und vor allem nicht aufgibt, ändert sich auch die eigene Sichtweise.

Mein Fazit

Nach meinem kurzen Ausflug, um diesen Beitrag einigermaßen mit Worten zu füllen, und auch meine eigenen Erfahrungen berücksichtigend, kann ich sagen, dass Austausch und Feedback näher beieinander liegen, als selbst ich angenommen hatte.
Man braucht beides, um sich selbst zu entwickeln und mit dem, was man schreibt, nicht einfach stehenzubleiben.

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