Die Wölfe von Asgard – Die Heimkehr

»Verschwunden sagst du? Seid ihr euch da sicher?« Yorrick gelang es nur mit Mühe, einen Fluch zu unterdrücken. Die Nachricht über Islavs Verrat hatte sich wie ein Laubfeuer unter den Männern ausgebreitet und sie suchten bereits einen halben Tag nach dem gebrochenen Jarl. »Wir haben alle Schiffe auf den Kopf gestellt. Sogar die der Ustenströmer. Nichts«, erwiderte weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Das Zeichen der Götter (2/2)

Der grausige Schlachtenlärm dröhnte in ihren Ohren, dennoch kam es Deila so vor als sei ihr Leben nie harmonischer gewesen, als in diesem Augenblick. Nichts stellte sich zwischen die Jägerin und ihre Beute. Obwohl es sich in diesem ausgewachsenen Handgemenge als schwierig erwies, die Übersicht zu behalten, konnte sie ihren Vater klar unter sich erkennen. weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Das Zeichen der Götter (1/2)

Wir nähern uns dem Ende der Reihe. Nach diesem Kapitel folgt nur noch ein weiteres. Ich hoffe euch hat das Lesen genauso viel Spaß bereitet wie mir das Schreiben 🙂 Snorri spitzte die Ohren. Ein Wolf? Hier auf einer winzigen Insel?Das erschien ihm unwahrscheinlich. Im Wald hatten sie weder Wildwechsel, noch Kotspuren von großen Tieren vorgefunden. weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – In die Enge getrieben (2/2)

»Vorwärts!«, der Mann stieß Deila mit dem Schaft seines Speeres unsanft in den Rücken. »Der Jarl wird sich schon ergeben, wenn er erst einmal seine in Tränen aufgelöste Tochter vorgeführt bekommt. Welcher Vater würde das nicht tun?« Er stieß ein bellendes Lachen aus. Nur einer, dachte Deila grimmig, hütete jedoch ihre Zunge. Sollte der Mann erfahren, weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – In die Enge getrieben (1/2)

Aegir tastete sich vorsichtig durch den engen dunklen Raum, in den man ihn eingesperrt hatte. Er bot kaum Platz, um sich zu bewegen, und kaltes Holz umschloss seine breiten Schultern, wenn er versuchte, sich irgendwie zu rühren. Hätte man ihm die Hände nicht auf den Rücken gefesselt, hätte er vermutlich bessere Aussichten gehabt. Nun jedoch, weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Die Falle schnappt zu (2/2)

Das dämmrige Licht in der Kajüte des Jarls zeugte von einer gewissen Trostlosigkeit. Die dunklen Planken waren mit Teer bestrichen worden und schienen das Licht regelrecht zu verschlucken. Ein großes Bett thronte in einer Ecke des Raums, ebenso wie ein edel geschnitzter Stuhl aus Eichenholz. Islav steuerte zu einem auf einer Vorrichtung ruhenden Fass und hielt weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Die Falle schnappt zu (1/2)

Deila betrachtete ihre Fingernägel, von denen kaum mehr als blutige Fetzen übrig waren. Nachdem Hjalmaer und seine Männer das Schiff zum Plündern verlassen hatten, hatte sie sich so wild gegen die Tür geworfen wie nur irgendwie möglich. Ihre Schultern schmerzten noch von dem unnachgiebigen Holz, das sich unter ihrem Gewicht keinen Deut gerührt hatte. Nachdem Deila weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Das Koster (2/2)

Snorri spürte, wie sein Herzschlag vor Aufregung gegen die Brust trommelte, als er das Kloster in der Ferne ausmachte, während er sich eifrig in das Ruder stemmte. Die Zeit war gekommen. Nun galt es für ihn, sich vor den Göttern zu beweisen, um ihre Gunst zu erlangen, damit sich eines Tages ihre Tore für ihn weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Das Kloster (1/2)

Das Knarren der Planken weckte sie aus einem düsteren Traum. Als sie Hjalmaers Stimme vernahm, während er gerade dabei war, den Posten vor ihrer Tür zu verscheuchen, breitete sich ein eisiges Gefühl in ihrer Brust aus, das sich langsam bis in ihre Fingerspitzen schlich. Sofort richtete sie sich in eine aufrechte Position auf, wie man weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Der falsche Gott

»Sie sind der Rán in die Hände gefallen! Allesamt vom Meer verschlungen!«, ächzte Snorri, während er sich keuchend die Hände in die Hüften stemmte. Als er die Nachricht erfahren hatte, hatte er sich abseits des kargen Lagers befunden, das für heute ihre Ruhestätte sein sollte, und war sofort losgeeilt, um es den anderen mitzuteilen.Yorriks Schiff weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Der Sturm

Der Wind frischt auf. Yorrik schauderte. Stürme, die vom Meer aus kamen, stellten eine unsagbare Gefahr dar, selbst wenn die Drachenboote dazu ausgelegt waren, ihnen zu trotzen. Da es auf der offenen See nichts gab, was den tosenden Wind brach, konnten heftige Böen sie in außerordentliche Schwierigkeiten bringen. Und der alte Seebär spürte es in seinen erfahrenen Knochen. Heute weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Vor den Toren der Hela (2/2)

Der dumpfe, monotone Schlag einer mächtigen Trommel riss ihn mit sich ins Jenseits. Rauschende Gefühle, deren Ursprung er nicht einordnen konnte, erfüllten seinen Körper. Wonne und Angst vermengten sich zu einem grotesken Klumpen in seiner Brust, er stürzte und doch landete er. Steuerte an einen Ort, der nicht für ihn bestimmt war. Er öffnete die Augen, die weiterlesen…

Das Paradies (4/4)

Er stieß die Tür nach draußen auf und ein Schwall eisigkalter Luft schlug ihnen entgegen. Es war windig und die Welt um sie herum war weiß. Sie schien von einer dicken Schneedecke bedeckt zu sein. Wind blies ihnen kleine Eiskristalle ins Gesicht, welches sogleich zu prickeln begann.
»Dort vorn steht unser Schneemobil!«, brüllte William gegen den Wind an. »Ihr seid unser Wetter noch nicht gewohnt! Beeilt euch – die Kabine ist beheizt!«
Eilig hasteten sie zum Fahrzeug und schwangen sich hinein. Es handelte sich um eine kantige Fahrerkabine auf Kufen. Eine breite Raupenkette trieb das Fahrzeug an.
»Ist es hier im Winter immer so kalt?«, fragte Nina.
William lachte, während er den Motor startete und losfuhr. weiterlesen…

Die Wölfe von Asgard – Wo die Riesen wohnen

Das große Langschiff, das Yorrik pünktlich zum anstehenden Viking fertiggestellt hatte, konnte sich in seiner Größe und Pracht wahrhaft sehen lassen und hob sich deutlich von den anderen im Hafen liegenden Drachenbooten hervor. Das nach Odins Wolf benannte Schiff Gerri, der Gierige, würde ihnen auf See gute Dienste leisten. Auf jeder seiner Seiten gab es Platz für weiterlesen…

Das Paradies (3/4)

Er konnte jetzt sehen, dass in dem Sessel – zusammengekauert – eine Frau saß. Sie hatte die Arme um ihre Knie geschlungen und machte einen verstörten Eindruck.
»Sind Sie der andere Gewinner, den man mir angekündigt hat?«
Sie nickte.
»Ja, ich bin auch Gewinnerin. Ich heiße Nina Mommsen.« Sie schluchzte leise.
»Was ist denn los?«, fragte Sebastian besorgt. »Sollten Sie nicht eher glücklich sein? Wir werden morgen ins Paradies reisen.«
»Und wenn ich gar nicht nach Park möchte?«
»Sie wollen nicht weg von diesem Planeten?« Er breitete in einer ausholenden Geste seine Arme aus.
»Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich will und was nicht!« weiterlesen…

Das Paradies (2/4)

Sebastian las diesen Absatz immer wieder, doch sein Inhalt veränderte sich nicht. Er würde nach Park reisen können – ins Paradies. Noch vor ein paar Stunden hatte er mit Bernd darüber diskutiert, dass es ihm überhaupt nicht darum ginge, von der Erde wegzukommen, nun hatte er tatsächlich die Möglichkeit dazu. Wie sollte er sich entscheiden? Was hielt ihn hier auf diesem verrottenden Planeten? Eigentlich nichts.
Überdeutlich nahm er die bedrückende Atmosphäre seiner Zelle wahr. weiterlesen…

Das Paradies (1/4)

»Lange werde ich nicht mehr hier sein.«
Sebastian drehte sich um und sah seinen Partner spöttisch an. Bernd fing immer wieder davon an und merkte überhaupt nicht, wie sehr er allen damit auf die Nerven ging.
»Natürlich. Vermutlich gewinnst du gleich heute die Lotterie und machst dich auf den Weg ins Paradies.«
»Genau das werde ich«, sagte Bernd. »Und wenn es so weit ist, werde ich mich nicht verabschieden. Ich werde einfach gehen, das schwöre ich dir. Während ihr noch hier in diesem Loch schuftet, sehe ich die Sonne und lasse mich verwöhnen. Überhaupt: Wenn du das alles so skeptisch siehst – wieso spielst du denn in der Lotterie?« weiterlesen…