Häufig finde ich, trotz stressigem Alltag, in den 24 Stunden eines Tages die eine oder andere freie Minute, um mich dem Schreiben zu widmen.
Dann mache ich es mir meist auf meiner Couch mit etlichen Schreibutensilien (Laptop, Block und Stift) bequem. Das macht vielleicht nicht jeder, für mich ist dies jedoch ein Ort an dem ich schon die eine oder andere Seite niedergeschrieben habe.
Sobald ich es mir dann endlich gemütlich gemacht habe und alles vorbereitet ist, kommt es auch mal vor, dass ich vor dem leeren Blatt oder digitalen Dokument sitze und sich partout nichts einstellen will.

Je länger ich auf die leere Seite schaue, umso mehr macht sich in mir dann Panik breit. Die ganze Motivation und die Inspiration, die sich angestaut hatten, sind mit einem Mal wie verflogen und ich stehe gefühlt vor einer unsichtbaren Mauer.

So … oder so ähnlich habe ich es schon öfter erlebt, wobei ich mich dann fragte, wohin meine Ambitionen verschwunden waren.
Vor allem, wenn ich merkte, das sich die Motivation wieder ankündigte, aber der Funken der Inspiration ausblieb.
So begab ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten, die mir als Inspiration dienen könnten.

Es folgte eine Zeit, in der ich die unterschiedlichsten Konzepte ausprobierte, doch am Anfang kam ich meiner Suche einfach nicht weiter.
Irgendwann wurde mir klar, dass ich mich doch mal aus meiner “Komfortzone” herauswagen musste.
Verschiedene Gespräche mit Mitstreitern folgten. Und schon bald hatte ich den unterschiedliche Tipps erhalten, die ich, so gut es ging, umzusetzen versuchte. Einige dieser Vorschläge waren zum Beispiel vollkommene Stille, Musik im Hintergrund oder in einem Café zu schreiben.

Die Zeit des Austestens und der Suche allgemein dauerte einige Monate und sie dauert sogar noch an. Bald fand ich für mich heraus, dass ich unter folgenden Umständen von der Inspiration heimgesucht werde:

  1. beim Musikhören (hier habe ich herausgefunden, dass ich je nach Szene eine andere Musik benötige)
  2. Fotografieren
  3. beim Schauen von der einen oder anderen Serie bzw. eines Filmes
  4. dem Beobachten meiner Umwelt (hierbei spielt es keine Rolle, ob ich im Café sitze oder einfach meine Mitmenschen beobachte)
  5. durch Lesen der Werke von anderen Autoren, die das Handwerk teilweise bereits länger betreiben
  6. Spaziergänge oder Besuche von etwaigen Lokalitäten (bei letzterem kann es ein Besuch im Zoo oder ein Museum sein)

Allerdings musste ich in der Zwischenzeit auch feststellen, dass das, was mir hilft, nicht jedem gleichermaßen zur Inspiration führt.
Auch hier brauchte ich Zeit, um mir selbst einzugestehen, dass sich die anderen Schreiber bereits weiter entwickelt hat als ich oder sich noch mitten in der Suche befand oder gar noch ganz am Anfang war.

Wenn ich ehrlich bin, war ich in der Zwischenzeit auch ein wenig frustriert darüber, dass ich für das Finden der Inspiration kein ultimatives Rezept erhalten habe.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die einzige Person bin, der es so erging oder ergehen wird.

Mittlerweile kann ich nur raten, Geduld mitzubringen und den Weg der Inspiration stetig zu gehen, auch wenn man hin und wieder kurz davor steht, aufzugeben.