Autor:innen im Netz

Monat: Mai 2021

Wie geht es weiter?

16 Wochen mit kurzen Geschichten sind vorbei. 100 Geschichten in 100 Tagen – ein großartiges Experiment, bei dem ich sehr viel gelernt habe. Unter anderem, dass nicht jede kurze Geschichte auch gleich eine Kurzgeschichte ist und die meisten meiner – aufgrund ihrer Länge – Kürzestgeschichten sind.

Wenn ich mich mit Autor:innen vergleiche, die so erfolgreich sind, dass sie vom Schreiben leben können, dann fühle ich mich daneben unwürdig und wenig fortgeschritten.
Wenn ich aber einen Blick auf meine tatsächlichen Fortschritte werfe, dann weiß ich, dass ich in den Jahren, seit ich schreibe, sehr viel dazugelernt habe. Ich kann mich noch sehr gut an meine eigenen Anfänge erinnern. Und damit meine ich nicht die Geschichte, die schon zu meiner Grundschulzeit in der Tageszeitung landete, ich meine den Moment, als ich mir das erste Mal in einem Forum Feedback von anderen Schreibenden holte.
Auf meiner Festplatte schlummern weitaus mehr Texte, die zu überarbeiten nicht lohnt, als solche, auf die ich wirklich stolz bin. Trotzdem habe ich sie alle aufgehoben! Sie zeigen mir meine Entwicklung. Und vielleicht greife ich eines Tages die ein oder andere Idee noch einmal auf und schreibe die Geschichte neu.

Ich möchte also an dieser Stelle künftig in die Grundlagen des Schreibhandwerks einführen, soweit ich sie selbst beherrsche.
Wer meine Geschichten vermisst, kann mein eigenes Blog abonnieren. Da plane ich, bald mit einer interaktiven Fortsetzungsgeschichte zu starten.

Für konkrete Fragestellungen nutzt gerne die Kommentarfunktion oder schreibt mir über das Forum.

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Lesung von Farina de Waard am 18.4.2021

Bei ihrer Lesung, die ich über Instagram verfolgt habe, stellt Farina de Waard den zweiten Teil ihrer „Zeilen aus Tyarul“ vor.

Diesen Teil einer Kurzgeschichtensammlung kann man ebenso wie die Printausgabe ab 12.7.2021. Vorbestellen kann man beide Ausgaben bereits ab dem 12.5.2021.  Die Vorbestellungen können über alle zur Verfügung stehenden Lokalitäten vor Ort oder auch im Internet.

Wer es ein wenig persönlicher mag, kann sich die Bücher von Farina de Waard auch über ihre Homepage fanowa.de bestellen. Bei letzterer Variante gibt es sogar eine Widmung der Autorin hinzu.

Zudem hat sie die Chronologie, der von ihr geschriebenen und erschienen Büchern vorgestellt. Eine gute Information um die bereits erstandenen Bücher im Regal aufzustellen. Oder aber auch eine gute Orientierung für Interessierte, die sich überlegen ihre Werke zu kaufen.

Zu den Romanen und erschienen Titeln:

Bei den „Zeilen aus Tyarul“ handelt es sich um eine Sammlung aus Kurzgeschichten, die zwischen den Handlungen von „Zayda“ und der Reihe „Das Vermächtnis der Wölfe“ spielen. Hier werden die ein oder anderen Charaktere aus den bereits erschienen Büchern ein wenig näher beleuchtet. Ich muss dazu sagen, dass mich die Kurzgeschichten über die Ratken am meisten gefesselt haben und es noch immer noch tun.

Kleine Anmerkung zu Tyarul:

Die Geschichten und Romane sind in Tyarul angesiedelt, die eine Parallelwelt zu der unserigen darstellt. Der Unterschied zwischen den beiden Welten liegt darin, dass die Entstehung und auch die  Nutzung von Magie in Tyarul, diese Welt besonders macht.

 

Nun aber zu der Lesung.

Farina de Waard hatte sich für die Lesung einen Text aus ihrem zweiten Teil „Zeilen aus Tyarul“ ausgesucht.
Bei dieser Geschichte geht es um Ikar, einen Netzjäger, der von einer „Jagd“ zurückkehrt und das mit einem Trupp von Sklaven im Schlepptau. Die Begrüßung von seiner Sippe ist jedoch recht unterkühlt. Bei einem Aufeinandertreffen mit dem obersten Führer kommt es nicht nur zu einer Herausforderung zu einem Kampf zwischen Ikar und dem Führer.

 

Wie es jedoch ausgeht, sollte man doch selbst lesen.

Also meine Empfehlung diese Kurzgeschichtensammlung im Juli zu kaufen.

 

Hier ein paar Links, die man für Vorbestellungen ebenso nutzen kann:

 

Homepage:                                                fanowa.de

Facebook:                                                  Farina de Waard – Fanowa – Suchergebnisse | Facebook

Instagram:                                                  farina_de_waard

Die Drei Reiche: Das größte Epos aller Zeiten?

Im Jahre 2017 endete für die Sinologin Eva Schestag ein sechsjähriges Großprojekt: Zum ersten Mal übersetzte sie „Die Drei Reiche“, den ältesten Roman Chinas, vollständig ins Deutsche und vollbrachte damit eine gewaltige Pioniertat.

Der älteste Roman Chinas

Verfasst vom mythischen Autor Luo Guanzhong im ausgehenden vierzehnten Jahrhundert, bildet dieses Mammutwerk die literarische Bearbeitung der heroischen Epoche Chinas im 2./3. Jahrhundert n. Chr. Der Roman basiert auf der gleichnamigen Chronik der drei Reiche und flicht Volksglauben und Legenden in den historischen Stoff mit ein.

Die heroische Epoche

Die Han-Dynastie liegt in ihren letzten Atemzügen. Korrupte Eunuchen und aufstrebende Kriegsfürsten bedrohen den Frieden im Reich. Überall greifen die Menschen zu den Waffen und ein entsetzlicher Bürgerkrieg verheert China. In diesen unruhigen Zeiten erhebt sich der Held Liu Bei zusammen mit seinen Schwurbrüdern, um die Han-Dynastie zu retten und dem Reich Frieden zu bringen. Mit treuen Freunden und dem genialen Strategen Kongming stellt er sich machtgierigen Fürsten in den Weg – allen voran dem Erzschurken Cao Cao, der seine ganz eigenen Pläne mit dem Han-Kaiser hat …

Der erste Cliffhanger der Menschheit

Mit über 1750 Seiten in der deutschen Fassung bildet der Roman eines der längsten Werke der Weltliteratur. Trotz dieses Umfangs und des beachtlichen Alters führt uns Luo Guanzhong sehr modern in seine Geschichte ein: Die Kapitel gleichen Episoden einer Fernsehserie und enden allesamt mit Cliffhangern. Das Buch bleibt durchgehend spannend und bringt insbesondere seinen zahlreichen Charakteren (über 1000 namentlich genannten Personen!) besondere Liebe entgegen. Bemerkenswert sind auch die vielen kunstvollen, ruhigen Passagen, die sich etwa nach gewaltigen Schlachten oder dem Tod eines Helden finden.

Fanservice auf Altchinesisch

Was treiben Liu Beis Schwurbrüder in der Nacht? Welcher von Cao Caos Generälen gewinnt an seinem freien Tag den Bogenschießwettbewerb? Und, am wichtigsten: Was geschieht, wenn Erzschurke Cao Cao höchstpersönlich bei einer der ersten Komponistinnen der Menschheitsgeschichte einen Hausbesuch macht? Trotz sechshundert Jahre Unterschied gewinnt man die Charaktere mit der Zeit lieb und ist umso ergriffener, wenn eine der Hauptpersonen zwischendurch das Zeitliche segnet.

Schlüssel zur Kultur Chinas

Im Roman finden sich unzählige Querverweise auf die chinesischen Klassiker. Die Charaktere zitieren ununterbrochen Größen der Philosophie – wie zum Beispiel Konfuzius oder Kriegsmeister Sunzi. Im Gegensatz zu westlichen Epen legt die Geschichte den Fokus vor allem auf den Wert der Gruppe und nicht des Einzelnen. Was wäre Liu Bei ohne seine Schwurbrüder? Welche Intrigen könnte Cao Cao ohne seine tapferen Generäle schmieden? Jeder Charakter hat seinen Sinn, hat einen Wert für die Geschichte. Laut Chinas Präsidenten Xi Jinping verkörpern eben diese Charaktere bis heute die zentralen Werte der chinesischen Kultur.

Ein Schmankerl für Fans des Epos

Nach dem Lesen beider Autoren muss ich sagen: Luo Guanzhong kann problemlos mit Homer mithalten. Im Gegensatz zu Ilias und Odyssee ist sein Werk jedoch in Prosa verfasst und bietet daher auch dem modernen Menschen eine überraschend angenehme Lektüre. Wer dem Genre Epos also zugetan ist und das Reich der Mitte schon seit längerer Zeit näher kennenlernen will, sollte unbedingt zugreifen!    

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