Ein hübsch plätschernder Bach folgt entlang der grünen Linie, ein Vogel sitzt auf kreischender Maschine, die sich dem Wind nicht beugt, die Luft nicht säugt und nicht von freundlicher Erscheinung zeugt. Ein sonst so idyllischer Traum gibt anderen Gefühlen Raum. Gibt kaum dem Saum des Talkleides ein lieblicheres Antlitz als das, des von Schienen zerfurchten Bergschlitz‘, der sein schreiendes Maul grässlich öffnet und widererwarten das metallene Ungeheuer verschluckt, um es dann, geduckt, wieder auszuspeien, unbeeindruckt von dem „Verspeist-Sein“ und immerdar kreischend, nach Achtung heischend und den zerfleischend, der sich ihm entgegenstellt, auf dieser eigentümlich schauderhaften Welt.

Doch, horch – was kommt da noch? Ein brillierendes Gefährt, das freilich noch länger währt, als die vogelbesetzte Kreischemaschine, die auf ihrer Schiene fest eingefasste Routen fährt und keinen Ausflug in unbekannte Gefilde gewährt. Der Vogel kann auf ihm zwar nirgendwo mehr sitzen, aber seine Ausscheidungen auf den Scheiben verspritzen, um zu erklären: „ich bin noch da und du läufst Gefahr, mich auszurotten und mich, gleich wie tausend Motten, mit einem Wisch auf die Straße zu kehren und ich könnte mich noch nicht einmal wehren gegen diesen Glanz und diese Glorie, die mich, wie eine Hysterie, vor Wut schreien und mein Verblassen gedeihen lassen.“

Dennoch wusste der Vogel noch nichts angesichts des größten Wütenden, der sich in den Köpfen der Elenden vernetzt und sie in eine Realität versetzt, die es nicht gibt und ihnen dennoch oftmals mehr beliebt, als das Wahre, das verloren geht und in dunklen Ecken steht, dort das Gesicht verdreht und klammheimlich Dinge versteht, die virtuell nicht funktionieren und die den Display-Vernarrten und Online-Verharrten nicht mehr regieren. Die Gefühle, die echten. Die verschwinden im gerechten Nirwana der menschlich-technischen Evolution, die immer schon den Menschen auf den Thron gesetzt und ihn somit womöglich schlichtweg vergrätzt, um ihn sich selbst mit dem zu stürzen, was er am besten kann, dem Einzelgang
… solang …
bis dann die Kräfte wieder das Sein bedingen, das in der Balance zwischen den (klammheimlichen) Dingen durch gefühlvolles Leben gelingen lässt, dass der Mensch diese Realität gänzlich verlässt und den Schein erpresst, Berge zu brechen, Meere zu schwächen, Ozonschichten zu stechen und dennoch für den Wohlstand zu sprechen, die Expansion, eine Mediation von Stichen ins eigene Herz für Gewinne, für die das Gefühl sich eine Realität ersinne, die weniger selbstzerstörerisch erscheine – an der virtuellen Leine, die solange fest um den Hals verweile – bis das Auge ihn wieder zu sehen vermag: den Vogel, bei Nacht und bei Tag, so, wie er eben ist, ohne, dass der Mensch ihm menschliche Werte beimisst. Denn die Revolution vergisst, dass sie sich selbst auffrisst und das verschlingt, was durch sie bedingt, anders klingt.