Ein Liebesbreif von schnuppe88

Faye,

ich weiß, ein Brief kann nicht ersetzen, was uns eigentlich zusteht. Was dir zusteht. Was wir geplant und ich versprochen hatte.Auch weiß ich, dass ich für deinen Schmerz verantwortlich bin. Es tut mir leid. Auch diese Worte fallen zu kurz. Ich weiß.
Ich fühle genauso wie du. Auch ich fühle den Schmerz, die Grausamkeit des Zufalls. Ich fühle mich, als würde ich in ein schwarzes Loch gezogen, und mein Herz, mein Kopf, meine Seele würden mit schwarzem Pech aufgefüllt. In mir ist es schwarz. Ohne dich ist mein Leben schwarz. Vielleicht ist es dir ein Trost.Vielleicht mache ich es damit nur noch schlimmer.
Ich wünschte, ich könnte persönlich mit dir reden, aber dazu habe ich nicht die Kraft und du wünschst dir keinen Kontakt mehr.
Ich hasse die Situation, in der wir uns befinden. Und dass ich heute beim Standesamt war und unsere Trauung abgesagt habe.


Jeder Werwolf hat einen Gefährten. Und wenn ein Wolf seinen Gefährten findet, dann ist es sein bester Tag auf Erden, so sagt man. Alles fühlt sich richtig an, die Luft ist mit weichem Honigduft erfüllt und die Sonne lacht auf einen herunter.
Als ich meinen Gefährten fand, wünschte ich mir, kein Wolf mehr zu sein. Ich wünschte mir, den vertrauten Rudelverbund nie gekannt zu haben, nie den Wind in meinem Fell und den Wald unter meinen Pfoten gespürt zu haben. Als ich meinen Gefährten gefunden habe, habe ich nur an dich gedacht.
Ich liebe dich.
Und ich wünschte mir, du wärst es.

In Liebe,
dein Dean