3. Tag der Entscheidung – Teil 3

Der Mann nickte. »Umso besser.« Man sah ihm an, dass er liebend gern Fragen gestellt hätte, doch sah er ein, dass das warten musste. Hier ging es um ein Menschenleben.
Sie trugen die Bewusstlose Sequel zum Flieger, wo Dunn sie so gut es ging, auf der Rückbank befestigte. Der Pilot war inzwischen auch startbereit. Unvermittelt hob er ab und Dunn fühlte ein flaues Gefühl in der Magengrube, als die Maschine nach vorn kippte und Fahrt aufnahm.
»Wo fliegen Sie mit uns hin?!«, brüllte Dunn gegen den Lärm nach vorn.
»Idaho-Falls! Es ist ein paar Meilen weiter als Billings, aber die Klinik dort hat einen guten Ruf. Wir werden über Funk durchgeben, dass wir kommen. Machen Sie sich keine Sorgen! Wenn man ihrer Freundin helfen kann, dann dort!«
Dunn sah Brungk an, in dessen Augen sich ebenfalls Besorgnis widerspiegelte. Er war im Grunde froh, dass die Turbine des Helikopters durch ihren Lärm jedes Gespräch von selbst verbot. So konnte er sich ungestört um Sequel kümmern, die das Bewusstsein noch immer nicht wiedererlangt hatte. Immer wieder tastete er nach ihrem Puls, der
schwach zu spüren war. Die Angst, dass sie womöglich zu spät in der Klinik eintreffen könnten, verursachte ihm beinahe körperliche Schmerzen. Die Zeit schien sich wie ein Gummiband zu ziehen, obwohl der Pilot alles aus dem Flieger herausholte.
Schließlich erreichten sie Idaho-Falls und landeten auf dem Hubschrauberlandeplatz vor dem Gebäude. Sanitäter warteten bereits mit einem fahrbaren Bett auf sie.
Als sie gelandet waren, legten sie die Verletzte darauf und verschwanden im Laufschritt mit ihr im Gebäude. Dunn sah ihnen nach und wäre am liebsten gleich hinterhergelaufen.
»Sie ist in guten Händen«, sagte der Kopilot, nachdem er den Helm abgenommen hatte. »Glauben sie mir. Sie können jetzt nichts tun – abgesehen davon, uns zu erklären, was sich auf dem Plateau im Park ereignet hat. Fangen wir einfach damit an, wer Sie eigentlich sind.«
Dunn hatte bereits erwartet, dass man sie zunächst nach ihren Identitäten fragen würde, und hatte sich etwas zurechtgelegt, von dem er nicht wusste, ob man es ihm abkaufen würde.
»Mein Name ist Wayne Dunn«, sagte er. »Ich bin Sheriff in Thedford, Nebraska. Das werden Sie schnell nachprüfen können. Meine Papiere habe ich allerdings nicht bei mir. Sie liegen im Handschuhfach meines Autos, auf einem Parkplatz bei Cody.«
Er nickte. »Gut, das werden wir dann sehen. Wer sind die anderen?« Dunn wies auf Brungk. »Brungk Porter, ein Freund aus Kansas.«
»Brungk? Was ist denn das für ein Name?«
»Das sollten Sie besser meine Eltern fragen«, sagte Brungk geistesgegenwärtig.
»Leider sind sie schon seit ein paar Jahren tot.«
»Können Sie sich ausweisen?«
Brungk schüttelte den Kopf. »Ich hab beinahe alles bei dieser rätselhaften Explosion verloren. Tut mir leid.«
»Aber ich kann für ihn bürgen«, bot Dunn gönnerhaft an. »Darf ich fragen, wer Sie eigentlich sind? Ein einfacher Sanitäter sind Sie gewiss nicht.«
Der Mann grinste. Er zog einen Ausweis hervor und reichte ihn Dunn. »Agent Doyle, Staatspolizei Wyoming. Wir wurden über die Explosion im Park informiert und wollten uns dort umsehen.«
Dunn gab den Ausweis zurück. »Danke. Dann sind wir in gewisser Weise Kollegen.«
»In gewisser Weise. Aber zunächst: Wer ist die junge Dame, die wir notfallmäßig hergeflogen haben?«
»Sequel Bannister.«
»Sequel?«, fragte Doyle und winkte dann ab. »Ich weiß schon. Das sollte man die Eltern fragen. Hat sie irgendwelche Papiere?«
»Ich fürchte nein«, sagte Dunn bedauernd. »Die Explosion, wissen Sie?«
»Zurück zu dieser Explosion. Was haben Sie damit zu tun?«
»Was sollen wir damit zu tun haben? Wir waren auf einem Marsch durch den Park, und haben ganz in der Nähe gezeltet. Das Zelt sollte noch dort stehen. Wir wurden von dieser Erscheinung ebenso überrascht wie sie. Auf einmal waren überall Blitze und Feuer, dann gab es diesen gewaltigen Knall, und den Rest kennen Sie. Ich wüsste nicht
einmal, womit man so etwas überhaupt auslösen könnte … Vielleicht hat es einfach damit zu tun, dass der Nationalpark ein tektonisch recht akives Gebiet ist?«
Doyle presste seine Lippen aufeinander und überlegte. »Nicht sonderlich überzeugend, Ihre Geschichte, aber aktuell können wir sie auch nicht widerlegen. Wir rätseln auch noch, was eine so gewaltige Explosion ausgelöst haben könnte.«
»Agent Doyle, ich werde mich einer weiteren Befragung ganz sicher nicht entziehen. Sie werden feststellen, dass ich in meiner Heimatstadt als sehr zuverlässig bekannt bin. Aber jetzt würde ich liebend gern in dieses Gebäude gehen, um mich um Sequel zu kümmern.«
Doyle lächelte gequält. »Gehen Sie schon. Der Rest hat Zeit.«
Dunn lief sofort los und Brungk folgte ihm. Sequel war bereits im OP. Eine Schwester wies ihnen einen Platz im Warteraum zu. Kaffee und Zeitschriften wies er dankend zurück. Er hätte keine Ruhe dafür gehabt. Immer wieder sprang er auf und lief hin und her. Er kam sich vor, wie ein Tiger im Käfig.
»Nun setz dich doch hin«, forderte Brungk. »Das bringt doch nichts.«
Zwei Stunden mussten sie warten, bis schließlich ein Arzt aus dem OP kam und auf sie zu trat. Er nahm den Mundschutz ab. »Sind Sie ein Angehöriger der Patientin?«
»Keine Angehörigen«, sagte Dunn. »Aber wir waren mit ihr zusammen, als es geschah. Wie geht es ihr? Schafft sie es?«
Hoffnungsvoll richtete er seinen Blick auf den Arzt.
»Sie wird leben«, sagte er. »Die Metallspitze hat, wie durch ein Wunder, weder das Herz selbst, noch den Herzbeutel verletzt. Die Aorta wurde knapp verfehlt. Aber die Lunge wurde durchdrungen. Als wir das Metallteil aus dem Brustkorb entfernten, wollten wir das Lungenfell nähen, aber die Wunde schloss sich von selbst. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Können Sie mir über diese Frau nähere Informationen geben. Woher sie kommt und ob es vielleicht medizinische Unterlagen über sie gibt?«
»Kann ich zu ihr?«, wollte Dunn wissen.
»Sie ist noch nicht aus der Narkose erwacht. Sie müssen noch warten. Eine Schwester wird Ihnen Bescheid geben.«
Dunn drückte den völlig verduzten Arzt und bedankte sich bei ihm. Er vergaß völlig, sich weiter nach seiner Patientin zu erkundigen.
Das weitere Warten war zwar nervtötend, doch wusste er zumindest, dass Sequel wieder gesund werden würde.
Als endlich die Schwester erschien, um ihm zu sagen, dass er jetzt zu der Patientin dürfe, war ihm regelrecht mulmig zumute. Wie würde sie reagieren? Plötzlich hatte er Angst, sie könnte völlig anders empfinden als er. Was, wenn er sich alles nur eingebildet hatte? Sein Blick traf den Brungks.
»Na geh schon«, sagte er. »Und versteck dich nicht wieder hinter einer Maske. Lass sie ruhig wissen, wie es in dir aussieht.«
Dunn folgte der Schwester durch die Gänge der Klinik und hätte sie am liebsten angeschoben, damit sie schneller lief. Als sie auf die Tür zu einem Zimmer deutete, zögerte er sekundenlang, die Klinke niederzudrücken. Er atmete tief durch und öffnete die Tür. Dahinter lag ein typisches Krankenhauszimmer mit einem einzelnen Bett und zahllosen Instrumenten. Im Bett lag eine junge, weißblonde Frau, an der verschiedene
Sensoren angebracht waren. Ein dünner Schlauch führte in ein Nasenloch. Auf den zweiten Blick bemerkte er, dass sie wach war. Müde Augen blickten ihn an.
»Wayne«, flüsterte sie. »Schön, dich zu sehen.«
Dunn eilte zu ihrem Bett und beugte sich über sie. Er griff eine Hand und streichelte sie sanft. »Ich bin so froh. Ich hatte solche Angst, dich zu verlieren.«
Sequel versuchte, zu lächeln, doch es gelang ihr nicht gut. »Ich bin zäh. Sag: Haben wir versagt? Ist uns das Skriikravkniikth entwischt?«
»Nein«, sagte Dunn lächelnd und strich ihr über das Gesicht. »Es ist uns nicht entwischt. Wir haben es ihm gezeigt. Es wurde in einer gewaltigen Explosion vernichtet.«
Sie schluckte. »Dann ist die Mission beendet. Brungk und ich sind somit frei.«
Tränen erschienen in ihren Augen. »Du ahnst nicht, wie erleichtert ich bin. Und danke, dass du uns so geholfen hast. Ohne dich wären wir vermutlich gescheitert. Du kannst jetzt zurückkehren in deinen Ort und alle Menschen dürfen weiterleben.«
Dunns Gesichtszüge froren ein. »Was meinst du damit? Ich soll in meinen Ort zurückkehren? Und was ist mit dir?«
»Brungk und ich sollen versuchen, in der Welt dieser Zeit Fuß zu fassen. Du bist uns nichts mehr schuldig, Wayne. Ich danke dir für alles.«
»Moment!«, rief Dunn heftiger als beabsichtigt. »So einfach ist das nicht! So einfach wirst du mich nicht los! Nicht, nach allem, was wir gemeinsam erlebt haben. Vielleicht beurteile ich ja alles falsch, aber wenn ich gehen soll – wenn du willst, dass ich nach Thedford zurückkehre und dich hier zurücklassen soll, sag es mir direkt ins Gesicht. Ich kann nicht glauben, dass du so empfindest.«
Sequel sah ihn lange schweigend an, und Dunns Hoffnung schwand allmählich dahin. Dann begann sie zu sprechen: »Willst du mich denn nicht zurücklassen? War es nicht nur dein Versprechen, uns zu helfen, weswegen du bei uns geblieben bist?«
»Das fragst du nicht im Ernst! Verdammt, ich bin zuletzt nur deinetwegen geblieben. Vermutlich warst es immer nur du, und ich hab es nur nicht begriffen. Als du dann verletzt wurdest, verspürte ich eine furchtbare Angst, du könntest sterben. Erst in diesem Moment wurde mir klar, dass ich dich liebe. Ich könnte dich überhaupt nicht verlassen, verstehst du? Die Frage ist nur, was du willst? Was siehst du in mir?«
Sequels Gesicht überzog ein Lächeln. »Ich bin noch nicht gut darin, Gefühle zu äußern, aber ich empfinde genauso. Ich will, dass du bleibst. Ich möchte mit dir zusammen sein. Könntest du dir das vorstellen?«
Dunn beugte sich zu ihr herab und küsste sie. Sequel war erst überrascht, erwiderte dann jedoch den Kuss leidenschaftlich, bis ein Hustenreiz sie unterbrach.
»Versprich mir, dass du das wiederholst, wenn ich dieses Bett verlassen darf.«
Dunn lachte. »Das muss ich dir nicht erst versprechen. Du wirst dich nicht beklagen müssen.«
Sie lächelte erneut. »Ich freue mich darauf. Aber jetzt fühle ich mich unsagbar müde und würde gern etwas schlafen. Sei mir nicht böse.«
»Ich bin dir doch nicht böse. Ich werde warten, und wenn du erwachst, werde ich gleich da sein. Ich werde dich nicht allein lassen.«
Sie griff seine Hand und sah ihn glücklich an. »Mir geht es gleich etwas besser. Und noch eines: Ich liebe dich auch.«
Er gab ihr noch einen sanften Kuss und ließ sie dann schlafen. Als er den Raum verließ, wartete Brungk draußen auf ihn. »Wie geht es ihr?«
»Ich konnte mit ihr sprechen. Sie wird wieder gesund, ist aber jetzt noch müde und muss schlafen.«
»Sollen wir etwas essen gehen?«, fragte Brungk. »Ich könnte was vertragen.«
»Mich bekommst du hier nicht weg.«
Brungk grinste. »Du hast es mit ihr geklärt?«
Dunn nickte. »Jep.«
»Was hat sie gesagt?«
»Sie möchte, dass wir zusammenbleiben, und …«
Brungk sah ihn erwartungsvoll an. »Und? Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.«
»Sie liebt mich.«
»Das hat sie tatsächlich gesagt?«
Dunn warf ihm einen erstaunten Blick zu. »Wieso? Ist das so schwer zu glauben?«
»Nein, eigentlich nicht. Du musst nur verstehen, aus was für einer Welt wir stammen. Unser früheres Leben war nicht eben emotional. Wir wurden für genau eine Aufgabe geschaffen, die wir jetzt gemeinsam erledigt haben. Ich kann mich nicht erinnern, bei Sequel vor unserer Ankunft auf der Erde Gefühle bemerkt zu haben. Dass es jetzt anders ist, liegt ganz sicher an dir.«
»Und du?«, fragte Dunn. »Du warst immer mit Sequel zusammen. Wieso gelang dir die Anpassung leichter als ihr?«
Er zuckte mit den Schultern. »Ich weiß es nicht. Als ich Melanie traf, war es, als öffne sich in mir ein Fenster. Es war, als wäre ich in diesem Moment zu einem Menschen dieses Planeten geworden. Vermutlich hast du mit Sequel das gleiche getan.«
»Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt etwas getan habe.«
Brungk nickte. »Doch. Hast du. Glaub mir.« Er erhob sich. »Dann besorg ich uns mal was zum Essen, okay. Und gibst du mir dein Mobiltelefon?«
Dunn zog es hervor. »Was willst du damit?«
»Melanie anrufen. Sie hat verdient, zu erfahren, dass es uns gut geht, oder nicht?«
»Natürlich. Grüß sie schön.«
Brungk hatte sich schon abgewandt, als ihm noch etwas einfiel. »Sag mal Wayne: Hier bei euch braucht man doch für alles Papiere. Wie kommen denn Sequel und ich an solche Papiere? Wir sind doch aus dem Nichts bei euch aufgetaucht.«
Dunn lächelte verschmitzt. »Natürlich hattet ihr Papiere. Brungk Porter und Sequel Bannister haben leider alles bei der Katastrophe verloren, nicht wahr? Sobald wir zurück in Thedford sind, beantragen wir Ersatzpapiere für euch. Das bekomm ich schon hin.«
»Das geht so einfach?«
»Nein, wir müssen lügen wie gedruckt, das ist alles.«
Brungk schaute ihn erst fragend an, dann lachte er los und verschwand, immer noch lachend, im Gang nach draußen.
Dunn blieb allein auf dem Gang zurück und setzte sich auf einen Stuhl, der neben der Tür stand. Die Ereignisse der letzten Wochen zogen an seinem geistigen Auge vorbei. Er hatte Abenteuer erlebt, die es nicht geben sollte, hatte Menschen kennen und lieben gelernt, die es eigentlich nicht gab und eine Frau gefunden, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht von dieser Welt war. Wie oft hatte er in seinem Büro in Thedford gesessen und sich gewünscht, sein Leben wäre interessanter. Jetzt fragte er sich, ob er sich nicht doch lieber die beschauliche Ruhe von Thedford wünschen sollte.
Sequel schlich sich in seine Gedanken, und ihm wurde warm ums Herz. Ganz so beschaulich würde die Zukunft doch nicht werden. Dunn lächelte. Jetzt würde es wieder eine Zukunft geben, und er würde sie nicht allein erleben.
Ein Geräusch ließ Dunn aufmerken und er sah Brungk, der ihm sein Telefon entgegenhielt. »Danke. Ich soll dich von Melanie grüßen.«
Er griff das Gerät und ließ es in seine Tasche gleiten. »Weiß sie inzwischen Bescheid?« Brungk setzte sich neben ihn und schüttelte den Kopf. »Das wird das Erste sein, wenn wir zurück in Thedford sind. Sie soll alles erfahren. Wenn wir zusammenbleiben wollen, sollte es keine Geheimnisse zwischen uns geben.«
»Sehe ich genauso.«
»Da gibt es noch etwas anderes, über das gesprochen werden muss.« Brungk griff in seine Tasche und holte ein Fläschchen mit Tabletten hervor.
»Was ist das?«
»Ein genveränderndes Präparat. Es lag bei unserer Ausrüstung in der Kapsel. Ich biete es dir an und auch Melanie – wenn Ihr es wollt.«
Dunn betrachtete den kleinen Behälter misstrauisch. »Ich wiederhole meine Frage. Was ist das?«
»Hast du etwa Angst, ich wollte dich vergiften? Ich bitte dich … Wir sind Freunde. Du hast uns geholfen, in dieser Welt und in dieser Zeit Fuß zu fassen.«
»Willst du meine Frage nicht beantworten?«, fragte Dunn. »Ich werde dieses Zeug nicht schlucken, bevor du mir erklärt hast, was ich tue. Genverändernd, sagst du?«
Brungk nickte. »Welche Lebenserwartung habt Ihr Menschen dieser Zeit?«
»Bitte?«
»Im Ernst. Wie alt werden Menschen in der Regel?«
Dunn überlegte. »Da gibt es keine Regel, aber wenn jemand neunzig Jahre alt wird, ist das schon ein ordentliches Alter.«
»Was würdest du sagen, wenn ich dir erzähle, dass ich eine Lebenserwartung von bis zu tausend Jahren habe? Dasselbe gilt natürlich auch für Sequel. Wenn Ihr ein Paar werdet und auch bleibt, wirst du irgendwann zum Greis werden, während Sequel noch immer eine junge Frau ist.«
»An so etwas hätte ich überhaupt nicht gedacht«, sagte Dunn geschockt.
Brungk hielt ihm das Fläschchen hin. »Damit muss es nicht so kommen. Es verändert deine Gene und verleiht auch dir eine uns vergleichbare Lebenserwartung. Überleg es dir. Dieses Mittel macht dich uns ähnlicher – in jeglicher Hinsicht. Es könnte der Startschuss sein, aus uns eine regelrechte kleine Familie zu machen. Ich würde mich freuen.«
Dunn griff das Fläschchen und hielt es vor seine Augen. Der Inhalt bestand lediglich aus einer Reihe von Tabletten. »Danke Brungk, ich werde es mir überlegen und mit Sequel darüber sprechen. Es hat ja sicher noch Zeit, oder?«
»Wayne, wir haben alle Zeit, die wir uns nehmen – und wenn du diese Tabletten nimmst, noch viel mehr.«

*** ENDE ***