21.Teil – Das Treffen (3/3)

»Was zum Teufel …«, entfuhr es Gunter, »wie fliegt denn dieser Irre?«
Im nächsten Moment schlug die Maschine in ihrer unmittelbaren Nähe ins Gebäude ein. Es konnte nur wenige Räume von ihnen entfernt sein. Das gesamte Gebäude schien zu vibrieren. Ein Teil der Deckenverkleidung stürzte herab, verletzte jedoch niemanden.
»Kann das ein weiterer Angriff von Thoben sein?«, fragte Thomas.
»Das ist eigentlich nicht möglich«, meinte Khendrah, »ich frage mich auch die ganze Zeit über, was das für eine Flugmaschine war. Ich kann mich nicht erinnern, so einen Flieger in den Aufzeichnungen dieser Zeit gesehen zu haben.«
»Dieser Zeit?«, echote Gunter, »Sie stammen aus einer anderen Zeit?«
Khendrah sah ihn ernst an, sagte jedoch nichts.
»Dann stimmt es also tatsächlich«, stellte Gunter fest.
Er hatte eine ungemein schnelle Auffassungsgabe.
»Jetzt verstehe ich auch, dass Sie mir nichts erzählen dürfen«, sagte er, »Sie kommen aus der Zukunft und sollen mich retten. Ist das richtig?
»Na gut«, gab Khendrah nach, »es wird nicht schaden, wenn ich Ihnen diese Kleinigkeit erzähle. Thoben wird von einem unserer Leute beraten, der abtrünnig geworden ist und nun eigene Ziele verfolgt. Er besitzt gewisse Kenntnisse über die relative Zukunft der nächsten Jahre. Um seine Ziele durchzusetzen, muss er Sie beseitigen lassen. Er hat Thoben davon überzeugt, dass er sie jetzt und hier ausschalten muss. Glücklicherweise erhielten wir Kenntnis davon und konnten seine Pläne durchkreuzen.«
»Aber, wenn er die Zukunft kennt, wird er immer wieder einen Schritt voraus sein und mich erledigen können«, meinte Gunter.
»Nein, denn wir haben seine Pläne durchkreuzt und somit die Zukunft bereits jetzt verändert. Seine Kenntnisse nutzen ihm nichts mehr. Er müsste zurückkehren und die Veränderung studieren, doch dieser Weg ist ihm für alle Zeiten verschlossen, beziehungsweise wir werden ihn verschließen.«
Ein Lärm im hinteren Teil des Raumes ließ sie aufhorchen. Khendrah und Thomas fuhren herum und sahen gerade noch, wie eine breite Tür aufgestoßen wurde. Es war hell im Hintergrund, doch verhinderten dicke Rauchschwaden, die Sicht auf den Raum hinter der Tür. Zwei menschliche Schatten tauchten daraus auf und betraten den Raum.
»Das ist Fancan!«, rief Thomas, »pass’ auf Khendrah!«
Khendrah war bereits in Deckung gegangen und hatte ihre Waffe gezogen.
»Gunter, gehen Sie sofort in Deckung«, sagte sie, »wir kennen diese Leute.«
Khendrah zielte locker in Richtung der beiden Neuankömmlinge und drückte ab. Ein Teil der Wand neben der Tür verschwand. Fancan und Giwoon hatten sich bereits mit einem Hechtsprung in Sicherheit gebracht.
»Khendrah!«, rief Fancan, »Nicht schießen! Wir wollen dich nicht töten!«
»Das soll ich dir glauben?«, fragte Khendrah, »Nach den Ereignissen im Jahre 2008? Wer ist das bei dir? Ein neuer Killer?«
»Khendrah bitte!«, rief Fancan, »Wir müssen reden – und ich meine reden. Ich werde mich jetzt erheben und meine Waffe fortwerfen. Bitte schieß’ nicht mit dem Anihilator auf mich.«
»Ist das ein Trick?«, fragte Khendrah, »Ich weiß genau, dass du den Auftrag hast, mich und Thomas zu liquidieren. Wie hast du mich überhaupt gefunden?«
Fancan erhob sich zögernd mit erhobenen Händen hinter einigen Schranktrümmern. Deutlich sichtbar warf sie ihre Waffe in den Raum.
Khendrah erhob sich nun auch, behielt aber ihre Waffe im Anschlag.
»Wo ist der Andere?«, fragte sie, »Ich will, dass auch er sich erhebt und seine Waffe wegwirft.«
»Giwoon, du kannst ihr trauen«, sagte Fancan, »tue, was sie sagt.«
Plötzlich tauchte ein Mann an einer Stelle auf, an der Khendrah nicht damit gerechnet hatte. Sie schluckte. Er hätte sie durchaus überrumpeln und töten können, hatte es aber nicht getan. Der Mann hielt ihr seine Handflächen entgegen und sagte mit sonorer Stimme:
»Ich bin nicht bewaffnet.«
»Ein Killer, der nicht bewaffnet ist?«, fragte Khendrah, »Für wie dumm hält mich die oberste Behörde eigentlich?«
»Khendrah«, sagte Fancan, »die Dinge haben sich gewaltig verändert. Giwoon ist kein Killer. Er war im Rechenzentrum des 6000. beschäftigt – so dachte ich wenigstens. Er ist mein Freund.«
Khendrah starrte ungläubig zwischen den Beiden hin und her.
»Du willst mir also weismachen, dass du eine Beziehung zu einem Mann innerhalb der Behörde hattest? Unbemerkt von allen?«
Sie machte eine Bewegung mit der Waffe.
»Kommt her!«, befahl sie, »Die Hände bleiben schön oben, damit ich sie sehen kann.«
Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete sie jede Bewegung der Beiden. Im Falle einer falschen Bewegung hätte sie nicht gezögert, von ihrer Waffe Gebrauch zu machen.
»Auf die Knie!«, befahl sie weiter, »Die Hände hinter den Kopf!«
»Sag’ Khendrah, was hast du vor?«, fragte Thomas, dem die Situation nicht gefiel.
»Das weiß ich auch noch nicht«, antwortete sie, »aber jetzt will ich Antworten.«
»Mein Name ist Giwoon«, sagte der Mann ruhig, »ich arbeitete zum Schein als Techniker in der Jahresstation 6000. Dort lernte ich auch Fancan kennen, die wegen einer Recherche in unsere Station kam. Ich verliebte mich sogleich in sie und ich denke, ihr ging es genauso.«
»Wie romantisch«, sagte Khendrah ironisch, »und jetzt will dieses nette Pärchen und auslöschen, was?«
»Das ist doch Blödsinn!«, ereiferte sich Fancan.
»Lass’ mich weitererzählen, Fancan«, bat Giwoon, »du bist mir zu emotional. Also ich gehöre ursprünglich nicht zur Behörde, denn ich stamme aus einer Zeit weit in der Zukunft, weit jenseits des Jahres 8000. Ich stamme aus dem einhundertzwölften Jahrhundert.«
»Das, …das … das ist nicht möglich«, sagte Khendrah, »es ist nie gelungen, die Grenze um das Jahr 8000 zu überschreiten. Die Zeit verändert dort ihren Charakter und ist für Zeitreisen nicht mehr verwendbar.«
Giwoon grinste.
»Das solltet ihr glauben«, sagte er, »damit wir in Frieden leben können. Wir haben eine Sperre installiert, die euch daran hindert, bis zu unserer Zeit vorzudringen. Doch wir mussten lernen, dass auch das nicht ausreicht, eure dilletantischen Zeitmanipulationen von uns fernzuhalten. Ich habe Fancan mit in meine Zeit genommen, um ihr zu zeigen, wie wichtig es ist, etwas gegen eure oberste Behörde zu unternehmen.«
»Das sind doch Märchen!«, brauste Khendrah auf.
»Nein, es stimmt alles!«, rief Fancan, »Wir sind mit einem Slider in Giwoon Zeit gestartet, um euch hier zu treffen. Im einhundertzwölften Jahrhundert ist man äußerst exakt darüber informiert, was in der Zeit vorgeht. Wir sollen euch hier treffen und mitnehmen.«
»Mitnehmen? Wohin?«
»Könnten wir uns darauf einigen, dass wir nicht beabsichtigen, euch zu schaden?«, fragte Giwoon, »Meine Arme schlafen allmählich ein. Fancan und ich sind unbewaffnet und haben wirklich nicht vor, euch anzugreifen oder gar zu töten.«
Zögernd ließ Khendrah ihre Waffe sinken.
»Gut, steht auf«, sagte sie, »aber ich werde meine Waffe schussbereit halten.«
Fancan lächelte.
»Du warst immer schon die professionellere Agentin von uns beiden, nicht wahr? Wir waren Freundinnen, Khendrah. Wir sollten uns nicht mit der Waffe in der Hand gegenüberstehen.«
»Ach ja?«, fragte Khendrah verächtlich, »Ist mir etwas entgangen, als du uns an der Bushaltestelle aufgelauert hattest? Wer hatte denn dort eine Waffe in der Hand?«
»Es war ein Auftrag, Khendrah«, sagte Fancan, »du kennst doch das Spiel. Du hast es doch lange genug selbst gespielt. Ich hatte doch keine andere Wahl, als zu glauben, du wärst schuldig und müsstest liquidiert werden.«
»Darüber kann man geteilter Meinung sein!«, brauste Khrendrah auf.
»Khendrah!«, fuhr Fancan sie an, »Jetzt mach’ ‘mal einen Punkt! Tue jetzt bitte nicht so, als hätten wir in der Vergangenheit die Befehle und Anweisungen unserer Vorgesetzten hinterfragt! Wir bekamen einen Auftrag und führten ihn aus. Fertig! Genauso war es auch bei meinem Auftrag, dich zu liquidieren.!«
»Und was bringt dich auf einmal zum Nachdenken?«, wollte Khendrah skeptisch wissen.
»Giwoon und seine Mutter haben mir die Augen geöffnet«, sagte Fancan, »sie haben mir gezeigt, was unsere Behörde durch ihre Arbeit angerichtet hat und noch immer anrichtet. Khendrah, ich will dich nicht töten – ich will wieder mit dir zusammenarbeiten.«
Man konnte es Khendrah ansehen, dass sie angestrengt nachdachte.
»Du hast dich doch auch schon von deinen früheren Idealen gelöst«, fuhr Fancan fort, »du solltest deinen Freund hier liquidieren. Statt dessen ziehst du nun mit ihm zusammen los und startest auf eigene Faust Missionen, für die du überhaupt nicht autorisiert bist.«
Khendrah warf Thomas einen Seitenblick zu.
»Das verstehst du nicht, Fancan«, sagte sie, »die Dinge haben sich geändert. Mein Auftrag war ungesetzlich. Er war von einem Vorgesetzten erteilt, der eigene Interessen verfolgte. Das muss ich mit allen Mitteln bekämpfen. Das ist meine Pflicht.«
»Mach’ dir doch nichts vor«, sagte Fancan, »würde dir heute jemand sagen, der Auftrag wäre doch rechtmäßig. Würdest du deine Waffe ziehen und Thomas töten?«
Der entsetzte Ausdruck in Khendrahs Gesicht sprach Bände.
»Nein, das würde ich nicht tun«, sagte sie.
Sie blickte Thomas erneut an.
»Ich könnte es nicht. Ich liebe ihn.«
»Na bitte«, sagte Fancan, »endlich bist du einmal ehrlich.«
Gunter Manning-Rhoda, der die ganze Zeit über versucht hatte, diese verrückte Situation zu verstehen, fragte:
»Dürfte ich vielleicht erfahren, was hier eigentlich gespielt wird?«
»Das dürfen Sie nicht!«, riefen Khendrah und Fancan wie aus einem Mund. Sie blickten sich überrascht an, hielten einen Moment inne und brachen dann in schallendes Gelächter aus.
Gunter wandte sich verärgert an Giwoon, doch auch dieser war nicht bereit, mehr dazu zu sagen.
»Sie haben bereits mitbekommen, dass wir Zeitreisende sind. Das ist mehr, als sie eigentlich erfahren durften. Sprechen Sie in Ihrem eigenen Interesse bitte niemals darüber. Führen Sie Ihren Wahlkampf weiter, wie bisher und gewinnen Sie die Wahl. Damit wäre allen gedient.«
»Aber Herwarth Thoben und die PEV?«, wandte Gunter ein.
»Das Problem werden Sie als Regierungschef sicher lösen können«, sagte Giwoon mit süffisantem Lächeln.
Sie wurden unterbrochen, als eine Gruppe der örtlichen Polizeikräfte durch die Tür vom Flur hereinstürmte.
»Keine Bewegung!«, brüllte einer der Polizisten und hob seine Waffe, »Legen Sie sofort Ihre Waffen nieder!«
Khendrah, Fancan, Giwoon und Thomas starrten die in den Raum drängenden Polizisten schweigend an. Es war ihnen klar, dass es höchste Zeit war, von hier zu verschwinden. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis nach diesem Kampf und dem dadurch verursachten Lärm Sicherheitskräfte auftauchen würden.
»Wir werden uns jetzt zurückziehen«, flüsterte Giwoon Gunter zu, »bitte lenken Sie die Leute dort etwas ab.«
Gunter sah in fragend an.
»Bitte«, flüsterte Giwoon, »wir müssen verschwinden und wir wollen nicht noch gegen Polizisten dieser Zeit kämpfen müssen.«
Gunter nickte unmerklich.
»Gut, dass Sie kommen, meine Herren!«, rief er den Polizisten zu, »Ich bin Gunter Manning-Rhoda und mir galt der Angriff durch diese Attentäter.«
Er deutete auf die herumliegenden Leichen.
Die Beamten betrachteten die Szenerie. Sie waren eine Menge gewohnt, doch das, was sie sahen, brachte auch sie aus der Fassung.
Fancan hatte bereits unmerklich ihren Nihilator auf den Boden zu ihren Füßen gerichtet und löste ihn aus. Ohne ein Geräusch löste sich der Boden auf und gab den Blick in das Stockwerk darunter frei. Sie gab ein Zeichen und die Vier sprangen durch das Loch im Boden in die untere Etage.
Die Bewegung blieb den Beamten nicht verborgen und einer der Männer schoss, doch es war zu spät.
Die Vier hatten Glück, dass der Raum unter Gunters Suite leer stand, so wurden sie nicht weiter aufgehalten.
»Los, weiter«, drängte Giwoon, »sie werden sicher nicht lange zögern, uns zu folgen.«
Als er mit Khendrah und Thomas den Ausgang des Raumes erreicht hatte, sah er, dass Fancan ihnen nicht folgte.
»Fancan, was treibst du da?«, fragte er, »Wir müssen hier weg. Wir sind erst sicher, wenn wir den Slider erreicht haben.«
»Ich habe mir den Fuß verstaucht!«, rief Fancan mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht, »Ich kann nicht laufen.«
Giwoon und Thomas sahen sich schweigend an. Ohnen ein Wort machten sie kehrt, griffen Fancan unter die Arme und trugen sie weg. Inzwischen peitschten die ersten Schüsse der Polizisten durch das Loch in der Decke und verfehlten sie nur knapp. Khendrah hielt die Tür offen und ließ die Drei hindurchlaufen. Anschließend verschloss sie von außen die Tür und verstellte ihre Waffe auf Hitzewirkung. Dann verschmolz sie die Tür, die glücklicherweise aus Metall bestand, mit dem Rahmen. Das würde ihre Verfolger eine Weile beschäftigen.
»Wo ist nun euer Slider?«, fragte sie, während sie durch den Gang zum Treppenhaus hasteten.
»Wir müssen wieder nach oben«, sagte Giwoon, »betet, dass sie das Fahrzeug bis dahin noch nicht entdeckt haben.«
»Was machen wir, wenn das der Fall ist?«, wollte Thomas wissen.
»Dann müssen wir uns den Weg freischießen«, erklärte Fancan keuchend, wir können zwar auch im Betäubungsmodus feuern, doch sind wir dadurch nicht immun gegen die Projektilwaffen der Sicherheitskräfte.«
»Hier ist eine Treppe!«, rief Khendrah und deutete nach oben.
»Ab nach oben!«, befahl Giwoon, »Der Slider muss ganz in der Nähe sein.«
Als sie auf der oberen Ebene angekommen waren, sahen sie ihr Fahrzeug, welches von Trümmern der Decke und der Außenwand des Gebäudes bedeckt war. Die Schleuse stand weit offen und ihr Licht schien in den Gang hinein.
»Keine Zeit verlieren!«, rief Giwoon, »Fancan, geht es noch?«
»Es muss gehen!«, antwortete sie und biss ihre Zähne zusammen. Khendrah schaltete ihre Waffe vorsichtshalber auf Betäubung und gab Thomas ein Zeichen, es ebenfalls zu tun.
Die letzten Meter schienen eine Ewigkeit zu dauern. Sie hörten bereits die Schritte der Verfolger, die sich ebenfalls schnell dem Slider näherten. Sie erreichten das Fahrzeug zuerst und retteten sich ins Innere der Maschine. Kurz bevor sich die Schleuse endgültig geschlossen hatte, drangen einige Projektile der automatischen Waffen der Sicherheitskräfte durch den sich schließenden Spalt und schlugen in die Seitenkonsolen des Sliders ein.
»Oh Gott, hoffentlich hat der Temporalprozessor nichts abbekommen!«, rief Giwoon.
»Ich dachte, dieses Ding hier wird über diese Kugel dort gesteuert«, wunderte sich Fancan.
»Das schon, aber die Technik selbst ist in den Seitenkonsolen untergebracht«, erklärte Giwoon, der hektisch dabei war, die Funktionsfähigkeit des Systems zu prüfen.
Von draußen dröhnten heftige Schläge gegen die Hülle des Sliders.
»Sind wir hier drin auch sicher?«, fragte Thomas.
»Wenn du wissen willst, ob sie es schaffen können, hier einzudringen, dann sage ich ja, wir sind sicher. Aber wenn wir einen Defekt haben und nicht mehr starten können, dann müssen wir irgendwann hier heraus. Dann haben wir ein Problem.«
Sie ließen Giwoon in Ruhe arbeiten und nach einer Weile stieß er deutlich hörbar die Luft aus.
»Und?«, fragte Khendrah, »Wie sieht es aus?«
»Es sieht schlimm aus, aber nicht so schlimm, wie ich es befürchtet habe«, meinte Giwoon, »wir werden hier wegkommen. Das ist die gute Nachricht.«
»Und weiter?«, fragte Thomas auffordernd, »Nun mach’ es nicht so spannend.«
»Der Temporalprozessor hängt am seidenen Faden«, sagte er, »wir sollten uns darauf einrichten, dass wir noch eine Zeitreise damit machen können und diese sollte nicht sehr weit in die Zeit hinein reichen.«
»Heißt das, du wirst nicht mehr nach Hause fliegen können?«, fragte Fancan mitfühlend.
»Genau das bedeutet es«, sagte er tonlos, »jetzt weiß ich auch endlich, warum meine Mutter sich so gründlich von mir verabschiedet hat. Ich werde weder Symeen oder Zedroog, noch meine Schwester Yshaa jemals wiedersehen.«
Fancan fasste seine Hand und drückte sie. Giwoon sah sie dankbar an und zog Fancan an sich. Erst jetzt wurde es Khendrah klar, dass es Fancan ebenso erging, wie ihr: Sie hatte sich verliebt, was einer Zeitagentin niemals gestattet war.


Die nächste Folge dieses Romans erscheint an dieser Stelle am 05.10.2019