Kurzgeschichten gibt es viele. Man könnte fast schon sagen, dass es so viele wie Sand am Meer gibt.
Den Eindruck bekommt man aufgrund der etlichen Genre oder auch Sparten genannt, aber auch durch die etlichen Anthologien*, zu denen die verschiedensten Verlage das komplette Jahr über aufrufen.

Für den ein oder anderen Hobbyautor ist diese Form der Epik ein Buch mit sieben Siegeln. Das führt dazu, dass sich manch einer nicht an eine Kurzgeschichte heranwagt, weil er einfach unsicher ist was ihn dabei erwartet.

Ich habe ein wenig im Internet recherchiert und eine kleine Übersicht erarbeitet, die vielleicht als Informationsquelle oder Sprungbrett dient.

Um es in wenige Worte zu fassen, die ich nun endlich los werden möchte, ist eine Kurzgeschichte eine Art der Prosa. Diese Form der Schreibkunst besticht mit ihrer Kürze sowie ihrer knappen und präzisen Sprache.
Durch ihren geringen Umfang, meist ein bis zwei Buchseiten (selten wesentlich länger), ist sie schnell gelesen. Der Inhalt der Kurzgeschichte ist meist fantastischer oder gruseliger Natur.

In der Handlung gibt es in der Regel nur einen Protagonisten**, der, anders als in Romanen, eine Person des Alltags ist. Ihm begegnet man in einem angepassten Szenario, das unmittelbar und ohne jegliche Einführung beginnt.
Die Umstände der Handlung sind weder dramatisch noch ungewöhnlich und doch steht ein besonders Ereignis im Mittelpunkt des Geschehens.
Die Orte und Schauplätze, die der Autor in seiner Kurzgeschichte aufzeigt, werden häufig nicht näher benannt.
Durch den Ablauf des Geschriebenen führt ein personalisierter Erzähler***.

Dem Leser einer Kurzgeschichte muss bewusst sein, dass die Schilderung des Konfliktes während der Handlung mit Metaphern sowie Leitmotiven umschrieben wird. D. h., dass sich der Leser dies selbst erarbeiten muss.
In kurzen Worten: Die Kernaussage ist nicht wörtlich dem Text zu entnehmen.

Während der Leser mit einem erhöhten Erzähltempo durch die Handlung des Geschehens geführt wird, meist ist der Zeitraum hierbei auf einige Minuten oder gar Stunden begrenzt, kommt es zum Ende hin zu einem meist unverhofften Ende.

Begriffserklärung:

1. Anthologie
Die Anthologie ist eine Sammlung von Gedichten oder Texten meist in einem Band zusammengefasst. Es gibt hin und wieder solche Sammelbände, die sich bei Erfolg des ersten, fortsetzen.
2.Protagonisten
Bei dem Protagonisten handelt es sich um die Hauptperson eines Filmes, Buches oder wie in diesem Fall einer Kurzgeschichte.
3.personalisierter Erzähler
Der personalisierte Erzähler beschreibt eine Handlung aus der Perspektive einer einzelnen oder gar mehreren Personen. Ihm ist nicht alles bekannt. D. h., dass ihm nicht alle Informationen vorliegen und informiert den Leser über Näheres, wie Rückblenden, wenn sich die Figur selbst daran erinnert oder an die Vergangenheit erinnert wird. Zudem kommentiert er das was geschieht nicht.



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